20. Unser Bedürfnis nach Gott

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott

Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. (Gal 5,24.25)

Sünde

Sünde und alle Sünden, die wir begehen, sind ein Indikator unseres Bedürfnisses nach Gott.

Die ursprüngliche Sünde erwuchs daraus, dass wir – wie Adam und Eva im Garten – unsere wahre Identität aus dem Auge verloren haben. Einzelne Sünden hingegen sind Dinge, die wir tun, um auf eigene Faust unser Selbstbild zu verbessern, weil wir uns selber nicht so sehen können, wie Gott uns sieht. Wer etwa Probleme mit Lust hat, sehnt sich verzweifelt nach Innigkeit und Intimität – und es gibt keinen besseren Ort, nach Innigkeit und Liebe zu suchen, als bei Gott.

Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (Gal 2,20)

Die Frage ist: Will ich Gott wiederlieben und mich ihm hingeben, damit er mich verändern, umwandeln, mich in sein Bild verwandeln kann, so dass ich hier auf Erden mehr und mehr wie Jesus werde? 

Ich habe damals in einem dreiwöchigen Marathon jedes Jahr meines Lebens durchgearbeitet und mich mit allen Blockaden in den diversen Bereichen meiner Seele beschäftigt. Nicht jeder kann und sollte dies in drei Wochen tun, wozu ich dich aber ermutige: Triff heute eine Entscheidung, dich mit den Dingen zu beschäftigen, die sich in deinem Leben angesammelt haben und erlaube Gott, dich zu verändern.

Verletzte Emotionen

Das Tor der ersten Liebe ist hier von großer Bedeutung. Wir alle haben durch unsere Eltern, Ehepartner, Familie, Freunde, Autoritätspersonen oder in Beziehungen Verletzungen unserer Emotionen davongetragen. Diese Verletzungen führen dazu, dass wir unser Vertrauen verlieren und in Folge ziehen wir unsere eigenen Schutzmauern hoch. Wenn wir nun Gott nahe an uns heranlassen wollen, stellen diese Schutzmauern ein Hindernis dar. Oft haben wir Angst loszulassen und Gott die Kontrolle zu übergeben. Mit solchen Hindernissen müssen wir umgehen lernen.

Ungestillte Bedürfnisse werden das Begehren und die Motive meiner Seele beeinflussen. Ungeheilte Verletzungen werden sich auf das Begehren und die Motive meiner Emotionen auswirken. Ebenso wie die unangegangenen Probleme unseres Lebens unsere Vertrauensfähigkeit beeinträchtigen werden. Es bleibt uns letztlich nichts anderes übrig, als uns Gott hinzugeben und ihm erlauben zu tun, was nur er tun kann. Und so mit ihm gemeinsam unsere Baustellen anzugehen: Menschen vergeben, die uns enttäuscht und verraten haben, Buße zu tun und uns trennen von allem, was wir aus uns selber heraus getan haben, um unsere Bedürfnisse zu stillen und uns zu schützen.

Gott wird unsere Bedürfnisse stillen

Jeder von uns ist angewiesen auf Annahme, Liebe und Zuneigung, auf Bestätigung unserer Bedeutung und unseres Wertes. Diese Bedürfnisse hat Gott eigenhändig in uns hineingelegt und er möchte sie durch sich selbst in uns stillen. Er möchte uns davor bewahren, diese Bedürfnisse selber und im Fleisch zu befriedigen – jeder von uns tut jedoch zunächst genau dies, wurde in Folge beschädigt und muss nun verwandelt werden und sich von der Liebe Gottes finden lassen.

Gewissen, Vorstellungskraft, Verstand, Unbewusstes, Emotionen, Entscheidung und Wille: Ich bin durch alle diese Bereiche gegangen, um die Blockaden und Hindernisse zu beseitigen, die verhindert haben, dass Gott durch mich hindurchfließt und durch mein Leben wirksam wird. Ist das von der Theorie her kompliziert und schwierig? Nein, es ist eine einfache Entscheidung: Möchte ich Gottes Gegenwart und Kraft wirklich? Möchte ich tatsächlich, dass sich das Himmelreich durch mich offenbart? Oder bin ich nicht doch letztendlich zufrieden damit, so zu leben, wie ich immer gelebt habe?

Gott wird handeln, die Wahl aber ist mein.

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Autor: Freedom ARC

Freedom Apostolic Resource Centre, Barnstaple, UK.

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