13. Beziehung und Verantwortung

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott – iuyvp

Mit diesem Artikel beginnen wir eine kurze Post-Reihe, in der es um die Vorbereitung unserer Bestimmung geht.

Wir bereiten uns für Ereignisse in der Zukunft gemäß Gottes prophetischem Fahrplan vor, um für das, was er tut, und unsere Rolle darin bereit zu sein. Ausgehend von einem Ort der Intimität mit Gott, werden wir ihm erlauben, unser Leben zu ändern und zu verwandeln und von uns alles zu entfernen, was Hindernis oder Stolperstein darstellt.

Gott zieht eine Josua-Generation heran, die ihr Erbe einnehmen will und die folgende Generation anleiten wird, dasselbe zu tun. Wir müssen dieses Erbe empfangen, um mit der übernatürlichen, wirksamen Kraft des Heiligen Geistes in unserem Leben, bereit zu sein für die kommenden Tage und Jahre, wenn die Systeme der Welt zusammengebrochen sind. Wir müssen wie Jesus sein: Er brachte das Königreich und ruft uns, dasselbe zu tun.

Von Ewigkeit an hat Gott uns eine Bestimmung zugedacht, die wir erfüllen sollen, und wir sind ausgestattet mit der Autorität, sie zu erfüllen. Es ist nötig, aufzuwachen und zu ergreifen, wer wir als Söhne Gottes sind.

Die Bestimmung des Menschen war es schon immer zu herrschen, den Himmel auf die Erde zu bringen (1. Mo 1,28). Wir bringen die Herrschaft des Himmels auf die Erde, um nicht nur unseren Planeten zu transformieren, sondern auch die ganze Schöpfung (unser Universum und sogar darüber hinaus), die seufzt und sich nach der vollen Offenbarung der Söhne Gottes sehnt.

Psalm 24,7 sagt: Hebt eure Häupter empor, ihr Tore! Dies spricht von uns, emporgehoben an einen Ort der Herrschaft und Autorität, damit wir eine Tür werden, um den König der Herrlichkeit einziehen zu lassen und durch unser Leben die Welt zu erfüllen. Dies ist es, was Gott durch uns tun möchte: Dass alles, was er ist an Gnade, Kraft, Erbarmen, durch uns hindurchfließen und hier auf der Erde sichtbar sein möge.

Der Engel des Herrn ermahnte den Hohepriester Josua, der in der Gegenwart Gottes in den Himmeln stand:

Wenn du in meinen Wegen wandeln
und meinen Dienst eifrig versehen wirst,
so sollst du auch mein Haus regieren
und meine Vorhöfe hüten,
und ich will dir (freien) Zutritt geben
unter diesen, die hier stehen!
(Sach 3,7).

Dies spricht von einer fortschreitenden Beziehung und Stufen der Autorität und Verantwortung, die uns in unsere Sohnschaft bringt.

Wir leben hier auf der Erde, mit der Atmosphäre der Erde um uns herum. In dieser Atmosphäre sind die Fürstentümer, Gewalten und geistlichen Mächte gegenwärtig noch von den Kräften der Bosheit besetzt. Es ist ein Reich in Finsternis. Wir wandeln in Gottes Wegen und bemerken, dass das Reich Gottes in uns ist, wir aber auch mit dem Reich Gottes im Himmel verbunden sind.

Indem wir seine Gesetze als Grundsätze des Reiches halten, indem wir Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit vollziehen, lernen wir, auf diesem Level in den himmlischen Bereichen (und auch in uns) Herren, Könige und Söhne zu sein. Haben wir einmal verstanden, wer wir sind und was unsere Identität ist, können wir beginnen, das Haus zu regieren (unser eigenes Haus und das Haus des Herrn).

Dann können wir auch beginnen, in den Gerichtshöfen zu richten. Das Königreich ist auf Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit gegründet, und es ist Gottes Volk, das letztendlich Engel und gefallene Engel richten wird. Wir haben das Recht zu richten, um Dinge in diesem Bereich zu ändern und letztlich Zugang zum Himmel der Himmel zu haben und unter denen zu sein, die dort operieren.

Wenn wir beginnen, dies zu tun, entfernen wir die hierarchischen Autoritäten von der Atmosphäre der Erde und können herrschen. Wir herrschen in Licht, in Liebe, in rechtschaffener Kraft. Der Einfluss, den wir im Himmel haben, wird hier auf Erden sichtbar werden. Gott möchte, dass wir diese Bereiche verstehen und Zugang zu ihnen haben. Je mehr wir dies tun, desto mehr werden wir das Reich Gottes in uns und durch uns auf die Erde bringen, so dass wir mit der Herrlichkeit Gottes scheinen.

Dies wird die Antwort sein auf Krankheit, Leiden, Armut und alle Dinge, die der Feind getan hat, um Gottes Volk und die Welt ihres Erbes zu berauben, und alles gestohlene Erbe wird wiederhergestellt werden.

Wir werden die Herrschaft des Himmels auf Erden sichtbar machen, genau wie Jesus es tat.

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12. Ein Schatten des Himmels

 

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12. Ein Schatten des Himmels

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott – 

Vorbereitung für unsere Bestimmung

Unsere Bestimmung, unsere Schriftrolle oder das Buch des Lebens, das Gott für uns bereitet hat, wurde vor Grundlegung der Welt geschrieben. Sie kommt aus der Ewigkeit, ist eine Verfügung und ein Auftrag und trägt sowohl Ziel als auch Versorgung in sich.

Zugang dazu haben wir in den himmlischen Bereichen und in unseren Herzen. Wir haben die Wahl, unsere Bestimmung zu verfolgen oder nicht, allerdings hat diese Wahl Konsequenzen, sowohl für uns persönlich als auch für die ganze Welt. Tatsächlich hat sie sogar ewige Konsequenzen.

Alles in dieser Bestimmung handelt davon, den Himmel auf die Erde zu bringen:

Dein Reich komme,
dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden
(Matthäus 6,10)

Es geht nicht darum, Kranke zu heilen, Tote aufzuerwecken oder Dämonen auszutreiben – das ist bloß der normale einfache Kram, den wir alle als Jünger Jesu ständig tun sollten. Diese Dinge haben nichts mit unserer Bestimmung zu tun, es sei denn, ein Heilungs- oder Befreiungsdienst steht ausdrücklich in deiner Schriftrolle geschrieben.

In Zeit und Ewigkeit

Jesus hat uns gewarnt, dass Menschen sagen werden: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen viele Wundertaten vollbracht? Er aber würde bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir! Nicht, dass er sie nicht im Sinne der Erlösung kennen würde, sondern dass er sie nicht kennt verglichen mit dem Menschen, der sie eigentlich ihrer Bestimmung nach hätten sein sollen.

Jeder von uns ist gerufen zu herrschen, es war von Anfang an Gottes Auftrag an den Menschen, Herrschaft und Autorität zu zeigen (1.Mo 1,28). Dies müssen wir im Himmel tun und es dann auf die Erde bringen.

Deine Bestimmung soll (wie die jedes anderen Menschen auch) den Himmel an der Erde vollziehen. Jeder von uns hat eine andere Rolle zu spielen, aber alle haben wir eine Sphäre der Autorität, in der wir arbeiten sollen. Und Gott möchte, dass wir sie vom Himmel her auf die Erde bringen.

Diese Bestimmung gilt in Zeit und Ewigkeit (Jeremia 1,5). Er hat jeden von uns für einen Zweck berufen. Was wir in der Zeit und während unseres Erdenlebens tun, wird bestimmen, was wir in der Ewigkeit tun.

Es ist unerlässlich für uns, das zu tun, wozu Gott uns hier in diesem Bereich gerufen hat.

Deine Bestimmung ist nicht etwas, das du einfach tun kannst, in das du ohne jegliche Vorbereitung hineintreten kannst.

In den nächsten Posts werden wir uns ansehen, was es braucht, um uns für unsere Bestimmung vorzubereiten.

Dies können wir nicht halbherzig tun. Es wird Zeit brauchen – und Hingabe. Aber das wird es wert sein.

Vier Töne

Gott setzt seit geraumer Zeit einen Sound aus dem Himmel frei. Es ist ein Sound, den unsere Musiker (und andere) aufgegriffen haben. Er enthält vier Töne, die mit den vier Gesichtern Gottes und den vier Buchstaben seines Namens in Beziehung zu sein scheinen. Wahrscheinlich hast du diesen Sound schon gehört, er findet zunehmend Widerhall in Lobpreis- und Anbetungsliedern, die Menschen auf der ganzen Welt schreiben.

Erinnerst du dich an den Film Unheimliche Begegnung der dritten Art? Richard Deyfuss Figur erhielt Eindrücke eines bestimmten Berges, den er sogar mit dem Kartoffelpüree auf seinem Teller nachformte, er hörte eine bestimmte Tonfolge, die ihn schließlich dahin zog, Außerirdischen zu begegnen. Gott handelt ähnlich, allerdings möchte er, dass wir ihm begegnen und mit unserer Bestimmung in Übereinstimmung kommen.

Unendlichkeit

Symbole: Das Unendlichkeitszeichen (oder Lemniskate), in unterschiedlichen Schriftarten (Photo: Wikipedia)

Zu diesem Sound gehört ein mathematisches Symbol, das Unendlichkeitszeichen. Es steht für Ewigkeit. Seine Form spricht von etwas, das aus der Ewigkeit kommt und wieder zu ihr zurückkehrt.

Sowohl der Sound als auch das Zeichen erinnern uns an unsere Bestimmung. Unsere Bestimmung kam aus der Ewigkeit und wird wieder dorthin zurückkehren, doch es ist eine Reise, ein Weg, dem es zu folgen gilt (und Gott ruft uns an den Schnittpunkt, wo unsere Vergangenheit und unsere Zukunft aufeinandertreffen).

Resoniere!

Wir müssen beginnen, mit der Frequenz dieses Sounds zu resonieren. Unser ganzer Körper kann ihn widerhallen. Jedes unserer Organe ist mit unserem Hörzentrum verbunden, unser ganzer Körper kann also als Resonanzkörper fungieren. Vibriert er in dieser Frequenz, können wir sie hören, fühlen und erfahren. Sie ruft uns in unsere himmlische Bestimmung zurück.

Als der Geist Gottes sich über der Oberfläche des Wassers bewegte (1.Mo 1,2, einige Übersetzungen sprechen von schweben), vibrierte er und brachte die Wasser in Einklang mit seiner Schwingungsfrequenz. Dann erst sprach Gott: Es werde Licht. Und sobald wir reagieren und in die Frequenz Gottes zurückkommen, beginnt er zu reden und sein Ziel in unserem Leben hervorzurufen.

Unser Körper besteht mit 70% überwiegend aus Wasser, und Wasser leitet Schall viermal schneller als Luft. Wo der Geist Gottes uns zu überschatten beginnt, können wir wieder in seine Frequenz einstimmen. Genau dies geschah mit Maria, als der Heilige Geist sie überkam und sie Jesus im Mutterleib empfing. Wenn er uns überschattet, zieht er uns in Resonanz mit ihm, dann wird er hervorrufen, wer wir sind, er wird er unsere Bestimmung hervorrufen, er wird uns zu dem ursprünglichen Ziel zurückführen, das er für uns vor Grundlegung der Welt hatte.

Der Schatten des Himmels

Gott spricht in den Schatten des Himmels hinein. Wann immer er etwas auf Erden sieht, das ein Schatten dessen ist, was im Himmel ist, beginnt er dort hineinzusprechen. Dies geschah, als Salomo den Tempel baute und er geweiht wurde. Die Wolke der Herrlichkeit des Herrn füllte ihn, so dass die Priester die Opfer nicht fortsetzen konnten. Der Tempel wurde nach dem Muster dessen gebaut, was im Himmel war, und darum hat Gott ihn gefüllt.

Wo unsere Leben in dieses himmlische Muster hineinkommen, wo die Gemeinde in dieses himmlische Muster hineinkommt, beginnt Gott uns zu füllen, uns zu erhöhen. Wir müssen diese Überschattung des Geistes erfahren, damit wir bereit sind, mit Gott und dem himmlischen Muster für unser Leben zu kooperieren (Einverständnis, Übereinstimmung, Einklang, Resonanz).

Das Muster steht in unserer Schriftrolle der Bestimmung, die aus der Ewigkeit ist. Wir können Gott bitten, sie uns zu zeigen und dann damit in Übereinstimmung kommen. Je mehr unser Leben ein Schatten dieses Musters wird, desto mehr wird er kommen und uns überfließend füllen.

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11 Die Schriftrolle der Bestimmung

Mike Parsons
und Jeremy Westcott – 

Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich ersehen, und bevor du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt; zum Propheten für die Völker habe ich dich bestimmt! (Jer 1,5)

Gott kannte uns, ehe wir im Mutterleib gebildet wurden. Er kannte uns, ehe wir ein Körperwesen wurden. Zu diesem Zeitpunkt gab es uns bereits, und er kannte uns – als Geistwesen. Gott ist Geist, und wir sind aus Gott gekommen. Unser Geist ist ewig, er wird nie sterben, denn er ist aus der Essenz Gottes.

Wozu bin ich hier?

Jeder von uns hat eine Bestimmung.

Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben (Jer 29,11).

Gottes Plan ist es, dass wir Frieden und Heilsein genießen können, dass er uns gedeihen lässt und Gelingen schenkt. Er gibt uns Hoffnung, indem er uns eine Vision unserer Bestimmung gibt. Wissen wir also, wozu wir hier sind? Wissen wir, als wer wir gedacht sind? Und kennen wir unseren Namen?

Das klingt vielleicht nach einer seltsamen Frage, aber Gott hat einen Namen für uns, der unser wahrer Name ist und alles umschließt, was wir sind und alles, was er uns zu sein gedenkt. Es ist ein himmlischer Name, der uns in Übereinstimmung mit unserer Bestimmung zugewiesen wurde. Es ist ein Name, der auf unseren Thronen und in unseren Schriftrollen steht. Als ich meinen Namen sah, wusste ich: Das bin ich. Dir wird es genauso gehen, denn dein Geist wird deinen Namen wiedererkennen und hüpfen, wie Johannes in Elisabeths Leib hüpfte, als er Jesus in Marias Leib wahrnahm. Genau dies passiert, wenn Momente unserer Bestimmung um uns herum zu geschehen beginnen. Etwas beginnt, uns zu bewegen, und unser Geist fängt vor Freude zu hüpfen an.

In dein Buch

Wir waren bereits, bevor wir einen physischen Körper hatten. Die Schrift spricht von einer Substanz, einem Keim unseres Lebens, den Gott sah, als sie noch ungeformt war.

Deine Augen sahen mich schon als ungeformten Keim, und in dein Buch (Schriftrolle) waren geschrieben alle Tage, die noch werden sollten, als noch keiner von ihnen war. Und wie kostbar sind mir deine Gedanken, o Gott! Wie ist ihre Summe so gewaltig! (Ps 139,16.17)

Unsere Schriftrolle der Bestimmung wurde nicht nur geschrieben, ehe wir selber geformt wurden, sondern sogar ehe Gott Himmel und Erde schuf. Es wird uns wirklich helfen zu verstehen, wer wir jetzt sind, wenn wir verstehen, wer wir einstmals als ungeformter Keim waren. Alles, was wir nun gerufen sind zu sein, wurde bereits damals auf unsere Rolle geschrieben.

Manchmal werden wir feststellen, dass wir Dinge getan haben, die auf unserer Rolle geschrieben sind, selbst wenn wir vielleicht nie davon gelesen haben. Dies geschieht, weil unsere Bestimmung innewohnend mit dem verbunden ist, der wir sind. Entscheiden wir uns, uns in die Absichten Gottes einzureihen und streben wir nach seiner Leitung, beginnen wir, unsere Bestimmung zu erfüllen.

Wenn wir sie aber tatsächlich lesen, können wir mit unserer Bestimmung auf einer ganz anderen Ebene in Beziehung treten. Und Gott ist willens, uns unsere Rolle zu zeigen, wenn auch vielleicht nicht alles und nicht alles auf einmal, denn das würde uns überfordern.

Wenn wir uns eine Schriftrolle vor Augen führen (etwa in der Art wie sie oben abgebildet ist), so können wir einen Abschnitt daraus betrachten, der Großteil jedoch ist vor und hinter dem aufgedeckten Abschnitt aufgerollt. Bei einem Buch ist es ebenso, wir können die aufgeschlagene Seite sehen, alle anderen jedoch bleiben verdeckt, bis wir zu ihnen umgeblättert haben. Wenn wir ihn bitten, wird Gott uns einen Teil oder einen Aspekt unserer Schriftrolle offenbaren, er mag ihn uns zeigen, vorlesen oder uns auf andere Weise wissen lassen. Doch wissen werden wir. Und je nachdem, was wir mit dem Teil tun, den er uns offenbart hat, ist er immer bereit, uns mehr zu zeigen.

Wie kostbar sind mir deine Gedanken

In Psalm 139 steht, dass Gott viele Gedanken über uns hat, denn er kennt uns tief. Wir müssen diese Gedanken zu erfassen versuchen, denn sie werden grundlegend verändern, wie wir über uns selber denken. Zu wissen, wie Gott über uns denkt, wird für uns nicht anders als lebensverändernd sein können. Ich garantiere euch, dass nicht einer von uns so über sich selbst denkt, wie Gott es tut.

Je mehr wir aber erlauben, dass Gottes Gedanken über uns die Art und Weise prägen dürfen, wie wir über uns selbst denken, desto mehr Umgestaltung werden wir in unserem Leben sehen und desto mehr werden wir sein wie Jesus. Wir werden die Dinge tun, die er tat, und die größeren Dinge zu denen wir gerufen sind.

Die Gedanken Gottes über uns stimmen völlig mit dem überein, was vor Grundlegung der Welt auf unsere Schriftrolle geschrieben wurde. Allerdings ist Bestimmung nicht gleich Schicksal. Wir haben die Wahl, mit Gott übereinzustimmen und unsere Bestimmung zu verfolgen, oder aber nicht. Als unsere Schriftrolle geschrieben wurde, haben wir ihm bereits zugestimmt. Wenn wir uns heute ebenso dazu entschließen, ist es essentiell, dass wir seine Gedanken über uns erfassen und wissen, was auf unserer Schriftrolle geschrieben steht.

Hinweis: Das Bild am Anfang dieses Blogs stammt aus der niederländischen Wikipedia (Bildnachweis: Wikipedia).

10. Investitur, Thronfolge, Inthronisation, Krönung

Mike Parsons
und Jeremy Westcott

Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht (1.Petr 2,9).

Wir sind königlich und wir sind ein Priestertum.

Könige herrschen. Und als Priester haben wir Zugang, zu den Gerichtssälen des Himmels.

Dies geschieht allerdings nicht einfach so. Bis jetzt leidet das Reich der Himmel Gewalt, und die, welche Gewalt anwenden, reißen es an sich (Mt 11,12). Gott gebot Adam, sich die Erde untertan zu machen und zu herrschen (1. Mo 1,28). Man herrscht aber nicht einfach, ohne durch eine Schlacht zu gehen, man macht nicht untertan, ohne das etwas da ist, was untertan gemacht werden könnte, man hat keine Herrschaft, es sei denn, es gäbe etwas, über das zu herrschen wäre. Es gibt in unserem Leben so vieles, das untertan gemacht und bearbeitet werden kann.

Wir sollten darüber kämpferisch und streitbar sein. Wir können uns nicht zurücklehnen und passiv sein – und dann erwarten, in Herrschaft hineinzukommen. In unsere Identität, in unsere Bestimmung zu kommen – solche Dinge geschehen dann, wenn wir ihnen nachjagen, sie ergreifen, für sie kämpfen. Paulus sagte: Ich jage aber danach, dass ich das auch ergreife, wofür ich von Christus Jesus ergriffen worden bin (Phil 3,12).

Das Königreich leidet unter Gewalttätigen, und Gewalttätige besetzen gewaltsam. Es gibt sich widersetzende Kräfte in den himmlischen Bereichen, deren Ziel es ist, uns am Herrschen zu hindern, und mit diesen Kräften müssen wir uns auseinandersetzen.

Es muss 2008/2009 gewesen sein, als Gott mir vier Begriffe gab. Ich verstand sie (teilweise), allerdings war mir die Fülle ihrer Bedeutung nicht auf einen Schlag bewusst. Es waren die Begriffe:

  • Investitur
  • Thronfolge
  • Inthronisation
  • Krönung

Investitur (Einkleidung)

Gott möchte uns in Autorität kleiden. Ich erinnere mich an Prinz Charles´ Investitur als Prince of Wales 1969. Im Vereinigten Königreich ist der Prince of Wales gleichzeitig auch Thronerbe.

Thronfolge

Allerdings muss man in diese Autorität erst hineinkommen. Prinz Charles hat den Thron noch nicht geerbt, weil die Königin noch lebt und regiert – und bis sie stirbt, wird er ihn nicht erben. Auf gleiche Weise werden auch wir den Thron nicht erben, ehe nicht einiges stirbt. Manche dieser Dinge müssen in unserem Leben sterben, manche aber in den Bereichen des Himmels. Wir müssen diese Dinge besiegt sehen, damit wir in die Thronfolge kommen können.

Inthronisation

Aber auch Thronfolge ist nicht genug. Wir sind gerufen, Throne zu besetzen. Einfach ausgedrückt: Wir herrschen von Thronen aus. Lassen wir diese Throne unbesetzt, gibt es keine Regierung in diesen Bereichen. Oder noch schlimmer: Andere, sehr wohl regierungsbereite Kräfte, bemächtigen sich des Thrones, beziehen ihre Autorität aber vom Reich der Finsternis.

Krönung

Letztendlich wird Gott unsere Herrschaft auf der Erde sichtbar machen. Die Söhne Gottes werden offenbar werden. Das Königreich wird auf Erden wie im Himmel sein. Himmlische Autorität ist höher als irdische, sie ersetzt jegliche hier gültige Autorität. Daher ist es notwendig, im Himmel zu regieren. Die Gesetze des geistlichen Reiches sind höher als die Gesetze des natürlichen Reiches und haben Vorrang gegenüber denselben.

Das traditionelle (griechische) Verständnis der Himmel lautet etwa so:

Wir leben im ersten Himmel. Aus der Bibel wissen wir, dass Paulus den dritten Himmel besucht hat, den Bereich, wo Gott ist (2.Kor 12,2).

Dazwischen – so fordert das griechisch-lineare Denken – muss es offenkundig einen zweiten Himmel geben, einen, wo Satan, seine Engel und Dämonen operieren. Der Feind hat diese verzerrten Vorstellungen zu seinem Vorteil genutzt: Wenn wir im ersten Himmel sind und Gott im dritten, dann müssen wir ja durch diesen zweiten Himmel voller Dunkelheit hindurch, um zu Gott zu gelangen. Das ganze Geflecht solcher Denkmuster hat uns gehindert, auch nur darüber nachzudenken, möglicherweise Zugang zu himmlischen Bereichen zu haben.

Manche Menschen haben tatsächlich versucht, durch den zweiten Himmel hindurchzugehen, sind aber üblicherweise regelrecht zusammengeschlagen worden, eben weil sie allein in ihrer irdischen Autorität gegen einen höheren Bereich von Autorität angegangen sind.

In Wahrheit verhält es sich anders. Die Himmel sind nicht linear, wir müssen also nicht durch etwas hindurch, um dort hinzugelangen. Hier noch einmal meine Darstellung der himmlischen Bereiche:

Wir können uns entscheiden, ob wir uns zum Reich des Lichts hinwenden oder in das Reich, das in Finsternis ist. Der irdische Bereich ist verbunden mit einem geistlichen Bereich, von wo aus Gott ihn geschaffen hat. Tatsächlich ist es einzig das Wort Gottes, das den irdischen Bereich zusammenhält.

Gott lädt uns ein, in die himmlischen Bereiche zu gehen, um höhere Autorität von jenen Bereichen in diesen hier zu bringen. Tun wir dies, so gibt es nichts, weder hier noch in der Atmosphäre der Erde, das in der Lage sein wird, uns zu widerstehen.

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9. Ewige Tore

Mike Parsons
und Jeremy Westcott – 

Zwischen den Himmeln und der Erde befinden sich die Ewigen Tore. Sie waren geöffnet, als Adam geschaffen wurde, so dass er Gottes Herrlichkeit offenbaren konnte. Die Erde kann sich dunkel an diese geöffneten Tore erinnern – etwa im Muster von Ley-Linien, deren Kraft von New-Age und Okkultismus erkannt wird. Aber dies ist nur eine Erinnerung – im Moment werden die Tore von territorialen Geistern in der Atmosphäre der Erde bewacht und überwiegend blockiert. In Psalm 24 können wir von den Ewigen Toren lesen und hier in der Freedom Church singen wir oft ein Lied, das darauf basiert. Es beginnt so:

Hebt eure Häupter empor, ihr Tore,
und hebt euch, ihr Ewigen Pforten,
damit der König der Herrlichkeit einziehe! (Ps 24,7)

Die Herrlichkeit Gottes

Damit der König der Herrlichkeit einziehe. Der König der Herrlichkeit wird durch diese Tore aus den himmlischen Bereichen in diesen Bereich kommen und mit ihm die Herrlichkeit Gottes. Das geschieht von Zeit zu Zeit immer noch, wir nennen es Erweckung, Erwachen, Transformation. Alles dies sind Erscheinungsformen der Kraft Gottes und seiner Gegenwart durch Engel, die durch jene Tore kommen.

Wir sind die Tore

Wer ist dieser König der Herrlichkeit? Es ist der HERR, der Starke und Mächtige, der HERR, der Held im Streit! (Ps 24,8). Dinge passieren, sobald wir unseren Kopf als Tor erheben. Jeder von uns ist ein Tor, eine Tür zwischen Himmel und Erde, damit die Gegenwart Gottes einziehen kann.

Inzwischen haben wir gelernt, hebräisch statt griechisch zu denken. Funktion statt Form. Der Kopf ist ein Ort von Regierung, Autorität und Herrschaft. Die Funktion des Kopfes ist Herrschaft, und ihn zu erheben bedeutet, auf einem höheren Niveau zu regieren. Wo wir beginnen, unsere Herrschaft auf ein höheres Niveau zu heben, heben sich die Ewigen Tore und die Herrlichkeit Gottes beginnt sich zu zeigen.

Gott steht in den Türen

Wie so oft in den Psalmen, werden diese Phrasen wiederholt, allerdings mit kleinen Änderungen. In Vers 9 heißt es dann: Ja, hebt eure Häupter, ihr ewigen Pforten. Sobald du in einen himmlischen Bereich gehoben wurdest, sobald die Tür offen ist, kommt Gott und steht in dieser Tür, wie ich gleich anhand der Schrift zeigen werde. Wo Gott kommt und in einem Ewigen Tor steht, hebt dieser ganze himmlische Bereich das Tor auf ein höheres Niveau. Gottes Stehen dort im Eingang ermöglicht eine noch höhere Ebene der Autorität in Gottes Königreich.

Der Herr der Heerscharen

Wer ist denn dieser König der Herrlichkeit? Der Herr der Heerscharen (Ps 24,10). Nun wissen wir seinen Namen. Vorher wussten wir, was er tat, nun aber kennen wir seinen Namen. Verstehen wir, was der Name des Herrn der Heerscharen bedeutet? Er bedeutet Herr der himmlischen Heere.

Sobald wir die Gerichte in den himmlischen Bereichen betreten, setzt der Herr der Heerscharen de fakto Engel frei, um unter uns zu arbeiten. Manche von uns haben dies erfahren. Tatsächlich sehen mehr und mehr von uns Engel, erfahren die Wirklichkeit ihres Handelns und erkennen, was in diesen Bereichen geschieht. Er ist der König der Herrlichkeit und als solcher zeigt er sich dieser Tage durch Engel.

Jakobs Traum

 Wo in der Schrift sieht man Gott in den Türen stehen? 1. Mose 28, 12-15 erzählt von Jakob:

Und er hatte einen Traum; und siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt, die reichte mit der Spitze bis an den Himmel. Und siehe, auf ihr stiegen die Engel Gottes auf und nieder. Und siehe, der Herr stand über ihr und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks (…) Und siehe, ich bin mit dir, und ich will dich behüten überall, wo du hinziehst.

Ich habe Jakob in den himmlischen Bereichen getroffen – er war der erste aus der Wolke von Zeugen bzw. der Männer in weißem Leinen, die ich getroffen habe als unsere Helfer aus vergangenen Generationen. Er hat zu mir über diese Passage gesprochen und mich geheißen, sie zu studieren und zu verstehen, wie dies funktioniert. Also habe ich mir seine Erfahrungen und sein Leben angesehen und mit ihm darüber gesprochen.

Die Leiter wurde hier auf der Erde aufgestellt, nicht im Himmel. Sie erstreckte sich bis in den Himmel, was bedeutet, dass wir von hier aus Zugang in den Himmel haben. Die Engel werden zunächst als aufsteigend beschrieben, sie waren also bereits hier. Sie stiegen auf, und sie stiegen wieder nieder und mit sich brachten sie das Reich und die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes wieder herunter. Und hier sehen wir Gott in der Tür stehen sehen: der Herr stand über ihr (V.13) Er stand an der Spitze der Leiter. Er versprach Jakob, mit ihm zu sein und ihn zu behüten – der König der Herrlichkeit hatte begonnen, seine Gegenwart zu offenbaren.

Bethel, das Haus Gottes

Und er fürchtete sich und sagte: Wie furchtbar ist diese Stätte! Dies ist nichts anderes als das Haus Gottes und dies die Pforte des Himmels. (1.Mo 28,17)

Weil Gott in uns wohnt, ist nun jeder von uns als Person ein Haus Gottes. Wir sind zugleich ein Tor des Himmels und als solches müssen wir erhoben werden in die himmlischen Bereiche, um die Herrlichkeit Gottes zu offenbaren.

Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf, zieh hinauf nach Bethel und wohne dort, und mache dort einen Altar dem Gott, der dir erschienen ist. Da sagte Jakob: Schafft die fremden Götter weg, die in eurer Mitte sind, reinigt euch, und wechselt eure Kleider! (1.Mose 35,1.2)

Jakob nannte diesen Platz Bethel, Haus Gottes, und Gott hieß ihn, dort hinzugehen und zu wohnen. Wir müssen dorthin gehen und wohnen, wo wir ein Haus Gottes sind und wo wir Ausdruck der Tore des Himmels sind. Mache dort einen Altar, einen Ort des Opfers. Schafft die fremden Götter weg, die in eurer Mitte sind, reinigt euch, und wechselt eure Kleider – dies ist eine Beschreibung dessen, was gerade mit uns nach Gottes prophetischem Zeitplan geschieht.

Es finden Opfer statt, eine Reinigung, eine Wegschaffung fremder Götter und ein Wechsel der Kleidung. Und nein, dies ist nicht unbedingt ein schmerzfreier Prozess.

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5. Komm hier herauf! – den Himmel auf die Erde bringen


Bildzuordnung
: Detail aus Jacob’s Dream von William Blake (um 1805, British Museum) – William Blake Archive, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1869973

8. Der Weg, die Wahrheit und das Leben

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott – 

In den letzten Blog-Posts über die Bereiche des Königsreiches haben wir Gottes Absicht darüber zu verstehen begonnen, dass wir hier und jetzt Zugang zum Himmel haben. Dafür sind allerdings bestimmte Schritte zu befolgen. Gott sagte zu Jeschua, dem Hohepriester:

Wenn du in meinen Wegen wandeln und meinen Dienst eifrig versehen wirst, so sollst du auch mein Haus regieren und meine Vorhöfe hüten, und ich will dir Zutritt geben unter diesen, die hier stehen! (Sach 3,7)

Die Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit

Jesaja sah den Herrn auf seinem Thron.

Im Todesjahr des Königs Ussija sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel. Seraphim standen über ihm; jeder von ihnen hatte sechs Flügel: mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie. Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen; die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit! (Jes 6,1-3)

Der Herr sitzt also auf seinem Thron, auf der Spitze seines Berges. Und seine Struktur gleicht der des Tempels. Seraphime stehen über ihm. Sie weissagen die Offenbarung, die sie empfangen: Die Erde soll erfüllt sein von Gottes Herrlichkeit. Und Gott hat die Gemeinde gewählt, er hat uns gewählt, um die Fülle seiner Herrlichkeit auf der Erde widerzuspiegeln.

Der Tempel besteht aus den äußeren und inneren Vorhöfen, dem Heiligsten und dem Allerheiligsten. Die Schleier (oder Matrix) zwischen den verschiedenen himmlischen Dimensionen heißen der Weg, die Wahrheit und das Leben. In den äußeren Vorhöfen ist Dunkelheit.

Der Weg, die Wahrheit und das Leben

Als Jesus sich selber als der Weg, die Wahrheit und das Leben beschrieb, bezog er sich auf das Muster der himmlischen und irdischen Stiftshütte, insbesondere auf die Tore oder Schleier zwischen den verschiedenen Bereichen oder Dimensionen. Seinen Zuhörern war sehr klar, wovon er sprach, denn ihnen waren diese Bereiche des Tempels bekannt. Er brachte damit zum Ausdruck, dass wir, wenn wir ihm folgen, in das Allerheiligste eintreten und Leben im Überfluss haben können. Diese Bedeutung geht natürlich völlig verloren, wenn wir versuchen, Jesu Worte mit einem griechischen statt einem hebräischen Denken zu verstehen.

Es gibt hier einen Prozess, einen Verlauf, eine Reihe von Protokollen, die Gott für uns vorbereitet hat, damit wir hineintreten können.

Ewige Tore

Lasst uns noch einmal dieses Diagramm betrachten.

Der Großteil der Aktivitäten des Feindes, die wir gerade erfahren und damit umzugehen versuchen, findet in der Atmosphäre der Erde statt. Dort wirken die geistlichen Mächte der Bosheit, die Weltherrscher der Finsternis und Gewalten in Fürstentümern (oder Sphären geographischer Bereiche).

Das Muster, das im Himmel ist, ist ebenso in uns zum Ausdruck gebracht. Wir sind im Ebenbild Gottes gemacht. Wir sind Körper, Seele und Geist. In uns befindet sich ebenfalls ein Tor zu den Bereich der Himmel, das wir öffnen können, um das Reich Gottes in uns zu erfahren.

In gleicher Weise gibt es auch Ewige Tore an der Grenze zwischen der Atmosphäre der Erde und den Himmeln. Wir lesen davon in Psalm 24,7.9. Diese Tore werden von Dingen beherrscht, die wir enteignen müssen. Ich habe gesehen, wie Gott einige dieser Tore öffnete, oft als eine Folge von Gebet und Fürbitte. Wenn sie geöffnet werden, beginnt Erweckung stattzufinden: Gottes Gegenwart und seine Herrlichkeit werden im irdischen Bereich zugänglich.

Berge und Throne

Im Bereich des Königreiches der Erde gehen wir in seinen Wegen (Sach 3,6.7). Im Königreich Gottes führen wir seinen Dienst aus/halten wir seine Gesetze, hier sind wir bestimmt, als Herren zu regieren. Im Bereich des Königreiches der Himmel regieren wir sein Haus.

In jedem dieser Bereiche gibt es Berge und Throne, auf denen wir regieren sollen. So hat z.B. unsere Gemeinde im Königreich Gottes sieben Berge, denen sieben Schriftrollen beigefügt sind. Andere Gemeinden haben ebenfalls ihre Berge und Schriftrollen.

Auch hat jeder von uns als Individuum entsprechend seiner Bestimmung, Berufung und Gabe eigene Berge, eigene Orte der Herrschaft – wir sollen sie als Herren einnehmen. Jesus ist der König der Könige und der Herr aller Herren, und wir sind die Herren und Könige, über die er Herr und König ist. Als Herren und Könige erziehen wir Menschen in Jüngerschaft, damit auch sie zu Herren und Königen werden.

Die sieben Geister Gottes stehen im Bereich des Himmels vor dem Thron. Sie sind nicht Gott, sondern Geschöpfe, die uns als Lehrer zu Offenbarung darüber bringen, wer Gott ist und wie seine Wege sind. Wir müssen mit ihnen in Beziehung treten und von ihnen lernen, wenn wir als Söhne Gottes offenbart werden sollen.

Dies ist eine andere Darstellung der Bereiche der Himmel, sie basiert auf Ian Claytons Menora-Grafiken.

Man kann erkennen, dass die Autoritäts-Bereiche in den Himmeln auf gleiche Weise angeordnet sind wie die Struktur des Tempels: Äußere Vorhöfe, innere Vorhöfe, Heiligstes, Allerheiligstes. Es gibt Protokolle, denen wir folgen können und die uns helfen, jeden dieser Bereiche zu betreten. Wenn wir allerdings das Heiligste betreten und hören wollen: „Gut gemacht, du guter und treuer Knecht!“, dann müssen wir unsere Bestimmung erfüllen. Ein jeder von uns sollte fähig sein, als Herr und als König zu herrschen und als Sohn zu stehen.

Denn in sehnsüchtigem Verlangen wartet die Schöpfung auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. (Röm 8,19)

Wir werden als Söhne Gottes auf der Erde offenbar werden – genauso, wie Gott es schon immer geplant hatte.

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7. Die Himmel und die Erde

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott

Jehoschua, der Hohepriester

Dann bezeugte der Bote des HERRN dem Jehoschua: So spricht der HERR der Heerscharen: Wenn du auf meinen Wegen gehst und wenn du einhältst, wozu ich dich verpflichtet habe, dann wirst du meinem Haus Recht verschaffen und auch die Aufsicht haben über meine Vorhöfe. Und ich werde dir Zutritt gewähren zu jenen, die hier stehen. (Sach 3,6.7; Zürcher)

Letztes Mal haben wir gesehen, dass es eine Entwicklung in den Dingen gibt, die Jehoschua notwendig tun muss, um sich am freien Zutritt in die himmlischen Bereiche zu erfreuen. Es beginnt damit, in Gottes Wegen zu wandeln und setzt sich darin fort, seine Verpflichtungen einzuhalten (das hebräische Grundwort spricht von Verbindlichkeiten, Vorschriften, Gesetzen). Lasst uns diese Gesetze kurz anschauen.

Zwölf Gesetze aus Jerusalem

Diese Gesetze sind nicht die Zehn Gebote. Es sind Gesetze im Sinne von Grundsätzen, sie beschreiben, wie Gott innerhalb seines Reiches arbeitet.

  • Das Gesetz des Geistes des Lebens
  • Das Gesetz von Sünde und Tod
  • Das Gesetz der Liebe
  • Das Gesetz des Glaubens
  • Das Gesetz von Saat und Ernte
  • Das Gesetz der ersten Erwähnung*
  • Das Gesetz des Erstgeborenen
  • Das Gesetz der Fülle
  • Das Gesetz des Rechts
  • Das Gesetz des Gerichts
  • Das Gesetz der Gnade
  • Das Gesetz der Gerechtigkeit

Dies sind Prinzipien anhand derer Gott wirkt und wie auch wir im Reich wirken sollen. Wenn wir dies zu tun beginnen, erhalten wir wie Jehoschua freien Zugang in die Bereiche des Himmels.

* Das Gesetz der ersten Erwähnung schafft einen Präzedenzfall dafür, wie wir bestimmte Wörter oder Phrasen in den Schriften interpretieren sollen. Da bei Gott alles zyklisch ist, müssen wir in vielen Fällen zur Genesis zurückgehen, um ordentlich verstehen zu können, was sich in Offenbarung ereignet.

Die himmlischen Bereiche

Ich möchte euch eine Darstellung der Bereiche des Himmels vorstellen, damit ihr eine ungefähre Vorstellung davon bekommt, wie diese Bereiche miteinander in Verbindung stehen. Es ist allerdings nicht mehr als eine Darstellung, und unser Verständnis in diesen Bereichen entwickelt sich ständig weiter.

Bereiche des Himmels

Ihr werdet sehen, dass es auch Bereiche unter der Erde gibt. Tatsächlich gibt es drei Bereiche innerhalb der Erde, drei Bereiche innerhalb des Königreichs der Himmel (d.i. in Gottes Königreich, welches Adam gegeben wurde), und es gibt die Atmosphäre dazwischen, also insgesamt sieben. Man wird in den Dingen Gottes immer mit der Zahl sieben zu tun haben, denn sieben spricht von Vervollständigung und ist eine vollkommene Zahl.

Jeder Bereich des Himmels hat seinerseits sieben Dimensionen oder Stufen der Autorität, und ist mit dem Gerichtssystem des Himmels verbunden.

Innerhalb der Atmosphäre der Erde gibt es drei Bereiche (das griechische Denken würde sie als Schichten verstehen, aber das sind sie nicht), Bereiche der Herrschaft des Reiches Gottes, und es gibt das Reich der Erde, wo wir die Gegenwart Gottes erfahren. Innerhalb der Atmosphäre ist der Bereich, wo wir gerufen sind zu herrschen: Er ist noch in der Finsternis.

Unter der Erde gibt es verschiedene Orte: Scheol, der Trophäenraum Satans, der Tartarus, wo bestimmte Engel aufbewahrt werden. Es gibt noch andere Orte, aber diese werde ich hier nicht ansprechen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass man nicht „durch“ einen Bereich gehen muss, um in einen anderen zu gelangen. Das wäre wieder griechisches Denken. Gott hat mir Orte in vielen dieser Bereiche gezeigt, und erst mit der Zeit habe ich ein Verständnis davon bekommen, wo diese lokalisiert sind.

Lasst uns einige Schriftstellen ansehen, denn wir müssen Anfänge betrachten, um sehen zu können, wie manches von Statten ging.

Satans Fall

Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde (1.Mo 1,1). Er hat die Himmel zuerst geschaffen. Die Himmel waren nicht nur materiell, sondern sie waren all diese Bereiche, die wir uns gerade angesehen haben: Bereiche seines Reiches, Bereiche seiner Herrschaft. Im Königreich geht es vornehmlich um Macht, Regierung und Herrschaft. Adam sollte das, was in diesen Bereichen war, auf die Erde bringen. Die Erde sollte den Himmel reflektieren. Die Erde war nicht an derselben Stelle wie heute, denn dies war vor der Zeit, tatsächlich existierte Zeit zu diesem Punkt noch nicht. Von den Söhnen Gottes, die er schuf, den Engeln, waren es im Besonderen die ben elohim, die die Erde für den Menschen vorbereiteten.

Nun folgt Vers 2: Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Aber Gott hatte die Erde nicht dergestalt geschaffen. Etwas war passiert zwischen der Schöpfung von Himmeln und Erde und einer wüsten, leeren Erde:

Satan war gefallen.

Dies geschah vor der Schaffung Adams. Der Geist schwebte, resonierte über den Wassern. Die Tatsache, dass der ganze Planet mit Wassern bedeckt war, weist darauf hin, dass Gericht stattgefunden hatte, denn Gott hatte ihn nicht so geschaffen.

Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen. (Kol 1,16)

Alles wurde für Jesus geschaffen. Throne, Herrschaften, Fürstentümer und Gewalten sind nicht die Namen von Dämonen. Sie sind nicht die Namen gefallener Engel (obgleich gefallene Engel zurzeit in diesen Bereichen von Macht und Kraft arbeiten). Aber eigentlich sind alle diese Dinge – Throne, Herrschaften, Fürstentümer, Gewalten – für Jesus geschaffen worden. Das Sichtbare und das Unsichtbare wurde für ihn geschaffen, jedoch waren die Dinge, die unserem natürlichen Auge nun unsichtbar sind, den geistlichen Augen Adams nicht unsichtbar.

Die Herrschaft des Königreichs bedeutet dass der Himmel auf die Erde kommt. Es geht darum, dass die Erde zu einer Widerspiegelung dessen wird, was im Himmel ist. Die Dinge, die im Himmel sichtbar sind, möchte Gott in uns ausgearbeitet sehen. Die Grundsätze des Himmels müssen sich in unserem Leben und dann in der Welt um uns herum widerspiegeln, angefangen in unseren Wirkungs- und Machtbereichen. Gott möchte alles im Himmel auf die Erde bringen.

Wie war die Erde, als Gott sie schuf? Wie können wir wissen, dass sie eben nicht wüst und leer geschaffen wurde (wie eine andere Lesart von 1.Mo 1,2 nahelegen würde). Betrachtet die folgenden Verse aus Jesaja:

Denn so spricht der HERR, der Schöpfer der Himmel – Er ist Gott -, der die Erde gebildet und bereitet hat – Er hat sie gegründet; nicht als Einöde hat er sie geschaffen, sondern um bewohnt zu sein hat er sie gebildet -: Ich bin der HERR, und sonst ist keiner! (Jes 45,18) Er hat sie nicht als Einöde geschaffen.

Verbunden mit dem Bereich des Himmels

Dies ist die Geschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden, zu der Zeit, als Gott der HERR Erde und Himmel machte. (1.Mo 2,4) Seht ihr, wie die beiden Vershälften sich auf unterschiedliche Dinge beziehen? Himmel und Erde, als sie geschaffen wurden, auf der einen Seite -und auf der anderen: Erde und Himmel machte. Ursprünglich schuf er sie, dann geschah etwas, was sie verdarb (und wir haben gesehen, was das war) und aus der Wüste und Leere machte er Erde und Himmel. In der ursprünglichen Schöpfung gab es keine Sterne, Planeten und Galaxien, wie wir sie jetzt kennen. Sie existierten in dieser Schöpfung nicht, weil die Erde im Zentrum dieses Zirkels war, mit direkter, nahtloser Verbindung zum Himmel. Es war immer beabsichtigt (und ist immer noch), dass die Erde mit dem Himmel verbunden ist.

Wir wissen, dass Adam Zugang dazu hatte, Gott zu treffen, bei ihm zu sein. Die Erde im Zentrum von allem war verbunden mit den Bereichen des Himmels. Es gab eine Überlappung zwischen Eden (dem Garten Gottes) und dem Garten, den Gott für Adam gepflanzt hatte. Dies bedeutet, dass Adam Zugang zu jedem in unserem Diagramm dargestellten Bereich hatte, angefangen von unter der Erde bis einschließlich dem Bereich des Himmels. Nach dem Fall wurde alles in Zeit und Raum verfrachtet, und die Erde war nicht länger auf gleiche Weise mit dem Himmel verbunden. Die Erdachse bewegte sich, und alles wurde eher elliptisch als kreisförmig, bis hinunter zur Kreisbahn von Elektronen um einen Atomkern.

Wäre Adam nicht gefallen und hätte er vom Baum des Lebens genommen (dem Pfad zum Leben), dann hätte er Zugang zu den höheren Bereichen gehabt: Himmel der Himmel, Perfektion und Ewigkeit.

Wie wir wissen, wählte er allerdings einen anderen Pfad.

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