23. Betet ohne Unterlass

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott

Der ganze Fluss des Lebens Gottes kommt von innen heraus zu uns. Wir haben die Wahl, ob wir uns hingeben und es fließen lassen oder nicht.

Beim letzten Mal haben wir uns verschiedene Gebete und Erklärungen angeschaut. Ich möchte dich ermutigen, diese Erklärungen zu benutzen, um dein Gewissen, deinen Verstand, deine Vorstellungskraft, deine Emotionen und all die anderen Tore zu befreien. Benutze diese Erklärungen täglich.

Geist, Seele und Körper

In dieser Serie über die Vorbereitung auf unsere Bestimmung befassen wir uns hauptsächlich mit zwei Bereichen: Wie man den Geist aufbaut und wie man die Seele wiederherstellt und läutert. In diesem Post geht es vor allem um den Aufbau des Geistes, allerdings ist es nötig, beide Dinge gleichzeitig am Laufen zu haben. Es nutzt nicht, sich mit der Seele befassen zu wollen, wenn der Geist nicht stark genug ist, seinen rechtmäßigen Platz einzunehmen. Ebenso nutzt es nicht, einen starken Geist zu haben, wenn unsere Seele immer noch darum kämpft, die Kontrolle zu behalten. Wir müssen uns mit beiden Aspekten zugleich befassen, damit wir Geist, Seele und Körper (nicht Körper, Seele und Geist) werden.

Wenn unser Geist schwach ist, weil er nie wirklich benutzt wurde, dann wird es ihm schwer fallen zu regieren. Und wenn unsere Seele sehr stark ist, weil sie sich daran gewöhnt hat, das Sagen zu haben, dann muss sie sich unterordnen. Wir müssen lernen, wie wir unseren Geist aufbauen können und wie unsere Seele wiederhergestellt und geläutert werden kann, damit alles in uns in der richtigen Ordnung ist.

Als Gott Adam schuf, hatte ursprünglich sein Geist die Vorherrschaft. Seine Seele war einzig über seinen Geist und seine Beziehung zu Gott mit der Außenwelt verbunden. Er hatte kein Selbstbewusstsein außerhalb seines Gottesbewusstseins und dem Geist Gottes. Gott möchte in uns  diesen Zustand wiederherstellen.

Wir haben uns zuvor eine Liste mit Dingen angesehen, die wir tun können, um unseren Geist aufzubauen.

Zunächst haben wir gesehen, dass wir Gott den ersten Platz, die erste Liebe, die oberste Priorität geben müssen.

Beten in Zungen

Ein weiterer Bereich unserer Aufmerksamkeit sollte das Beten und Singen in Zungen sein. Es war für mich wahrscheinlich der wichtigste Durchbruch, um mit all meinen Sinnen mit den himmlischen Bereichen in Kontakt zu kommen: zu lernen, ohne Unterlass in Zungen zu beten (1.Thessalonicher 5,17).

Oft wird gelehrt, dieser Vers bedeute lediglich, dass wir regelmäßig beten sollen. Aber das ist nicht, was dort steht, sondern es heißt: „Betet ohne Unterlass.“ Und das bedeutet: die ganze Zeit. 24 Stunden am Tag kann unsere Seele von unserem Geist geleitet werden, weil unser Geist mit Gott verbunden ist und ohne Unterlass betet und dabei einen ständigen Fluss an Offenbarung empfängt.

Wir beginnen das Zungengebet im Außen. Wir beten laut in Zungen und beginnen, unseren Geist zu schulen, sich bewusst mit Gott zu verbinden. Wir können aber auch im Inneren in Zungen beten. Die meisten von uns finden es leicht, innerlich in Zungen zu beten, wenn sie still sind und nicht abgelenkt werden.

Aber wir können unseren Geist trainieren, im Inneren in Zungen zu beten, während wir im Äußeren etwas anderes tun – oder auch im Äußeren in Zungen zu beten, während wir im Inneren über Gottes Wort nachdenken. Dies braucht Übung, und wir müssen uns die Zeit für solche Übungen nehmen, damit wir lernen.

Zwei Übungen

Wir können jetzt zwei Übungen ausprobieren.

Wir beginnen damit, einige Zeit schweigend in unserem Inneren in Zungen zu beten.

Sobald wir uns im Geist in diesem Gebet zur Ruhe gebracht haben, lesen wir Psalm 23 laut vor – ohne dabei mit dem stillen, inneren Zungengebet aufzuhören:

Der HERR ist mein Hirte;
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf grünen Auen
und führt mich zu stillen Wassern.
Er erquickt meine Seele;
er führt mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.

Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten,
so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir;
dein Stecken und dein Stab, die trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde;
du hast mein Haupt mit Öl gesalbt,
mein Becher fließt über.
Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Haus des HERRN immerdar.

Diese Übung mag am Anfang etwas befremdlich erscheinen, wird aber mit der Zeit leichter.

In der nächsten Übung werden wir laut in Zungen beten, während wir im Inneren still über dieselbe Schriftstelle meditieren.Wir beginnen erneut mit einem Gebet in Zungen, diesmal laut.

Dann, wenn wir wieder darin zu fließen beginnen und unser Geist sich einmischt (und ohne aufzuhören, außen in Zungen zu beten), beginnen wir, über den ersten Vers des Psalms zu meditieren:

Der HERR ist mein Hirte;
mir wird nichts mangeln.

Wir lesen den Psalm langsam und mehrfach, Wort für Wort, still in unserem Inneren und erlauben Gott, über das Gelesene zu sprechen, während wir die ganze Zeit weiter laut in Zungen beten.

Machen wir eine solche Übung zum ersten Mal, spüren wir die Dehnung, die dies für unseren Geist bedeutet, ähnlich einer ungewohnten Bewegung für unseren Körper. Aber wenn wir dies jeden Tag für ein paar Minuten tun, werden Übung und Ausdauer unseren Geist stärken. Mittlerweile kann ich sehen, dass der Lohn solcher Übungen noch weitreichender ist, als ich anfangs verstand: Wir vernetzen unseren Geist neu, damit wir gleichzeitig in den Bereichen von Himmel und Erde leben können und uns beider Bereiche gleichzeitig bewusst sind, genau wie Jesus es tat.

Die Nachtwache

Wir sind geheißen, Tag und Nacht darüber zu meditieren, was Gott sagt (Josua 1,8; Psalm 1,2). Wie kann man meditieren, wenn man schläft? Du kannst deinen Geist trainieren, wach zu sein, während dein Körper schläft. In den Psalmen wird dies die „Nachtwache“ genannt. Wir können in unserem Geist wach und Gott zugewandt sein, während unser Körper schläft. Damit wir uns aber an all die Dinge erinnern können, die wir in diesen nächtlichen Offenbarungen und Begegnungen empfangen, muss unsere Seele ebenfalls wach sein.

Training, Erfahrung, Disziplin, Übung

Als ich vor einigen Jahren 40 Tage lang fastete, sagte Gott mir, ich solle jeden Tag damit beginne, eine Stunde lang laut in Zungen zu beten. Und während ich das tat, wurde mein Geist so angesprochen, dass ich begann zu lernen, auch im Inneren in Zungen zu beten. Jetzt kann ich also in Zungen beten, während ich mit jemandem spreche oder ihm zuhöre, so dass ich ständig einen Fluss der Offenbarung erhalte.

Strebt nach der Liebe, doch bemüht euch auch eifrig um die Geisteswirkungen (1. Korinther 14,1).

Das bedeutet, dass wir sie ernsthaft begehren müssen. Sie müssen uns wirklich von Wert sein. Wenn der Aufbau unseres Geistes für uns nicht wichtig ist, wird unser Geist so bleiben, wie er war: schwach und unwirksam, den Launen unserer Seele unterworfen.

Wenn man einen starken physischen Körper haben will, gut in Form und muskulös, muss man sich regelmäßig bewegen. Anders geht es nicht. Vielleicht kennst du Werbung für Geräte, die dir einen Sixpack versprechen, wenn du sie vor dem Fernseher umschnallst. Spar dir das Geld, diese Geräte funktionieren nicht. Du musst deinen physischen Körper trainieren – und mit deinem Geist ist es dasselbe. Wenn wir einen Geist wollen, der dem Geist Jesu gleicht, der in der Lage ist, all die Dinge zu tun, die er hier auf Erden tun konnte, müssen wir unseren Geist trainieren und in ein spirituelles Fitnessstudio gehen. In Zungen zu beten und zu singen und andere geistliche Gaben zu nutzen, ist die Sporthalle für unseren Geist. Es baut unseren Geist auf. Je mehr wir unsere Muskeln einsetzen, desto stärker werden sie.

Paulus schreibt: Ich wünschte, dass ihr alle in Sprachen reden würdet (1. Kor 14,5) und: Ich danke meinem Gott, dass ich mehr in Sprachen rede als ihr alle (1. Kor 14,18). Die geistliche Sprache, die wir haben, mag eine Sprache der Menschen sein, sie mag eine Sprache der Engel sein; aber es ist eine Sprache, die uns gegeben ist, um mit Gott zu kommunizieren.

Bauen, auferbauen, stärken

Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst (1. Kor 14,4), er baut sich auf, stärkt sich selbst. Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet zwar mein Geist, aber mein Verstand ist ohne Frucht (1. Kor 14,14). Genau so soll es beim Beten in Sprachen sein. Wir müssen unseren bewussten Verstand an seinen rechtmäßigen Platz setzen, unserem Geist unterworfen. Manchmal fragen wir uns vielleicht: Was bete ich, wenn ich in Zungen bete? Tatsächlich sollen wir es gar nicht unbedingt wissen, nicht in unserem Verstand, unserem Bewusstsein. Unser Geist wird es wissen, und wir werden es vielleicht bewusst erfahren, wenn ein Gedankenfluss aus unserem Geist spontan in unseren Verstand kommt. Aber nicht andersherum.

Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf euren allerheiligsten Glauben und betet im Heiligen Geist (Judas 1,20).

Wenn wir also im Heiligen Geist beten, wenn unser Geist und der Geist Gottes beim Beten in Zungen miteinander verbunden sind, baut uns das in unserem Glauben auf und stärkt unseren Geist. Und wir brauchen einen starken Geist, der in der Lage ist zu regieren, vorzustehen.

Ich bete also in Zungen, während ich meditiere, während ich die Bibel lese, während ich alles mögliche tue. Ich bete in Zungen, während ich Menschen diene, um einen Fluss an Offenbarung zu erhalten. Ich bete in Zungen, wenn ich Gott um Offenbarung und Leitung bitte. Denn es ist ein Fluss der Gedanken Gottes, die aus dem Geist fließen. Wenn ich in Zungen bete, bleibe ich mit Gott, der in meinem Inneren ist, verbunden.

Er weiß alles, wenn ich also etwas wissen muss, so wird es aus der Offenbarung kommen, die aus seinem grenzenlosen Wissen fließt. Er ist allmächtig, so dass ich mit seiner Kraft verbunden sein kann, damit seine Kraft durch mich fließen und Dinge um mich herum verändern kann. Er ist auch allgegenwärtig, und da ich in ihm bin, kann ich Dinge sehen, die außerhalb meines physischen Bereichs liegen. Ich kann Dinge in anderen Teilen der Welt (oder des Kosmos) sehen, ich kann Dinge sehen, die sich in den himmlischen Reichen abspielen. Ich kann dies, weil Gott überall ist. Er ist in allen Dingen, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, und ich kann mit ihm verbunden sein. Aber ich muss hingegeben und beweglich sein, und mein Geist (nicht meine Seele) stark sein, leiten und regieren.

Ströme lebendigen Wassers

In Zungen zu beten vereinfacht den Zugang zum Leben Gottes enorm. Je mehr ich in Zungen bete, desto mehr erfüllt mich der Geist, bewegt mich, führt mich. Die Ströme lebendigen Wassers fließen aus meinem Inneren (wie Jesus in Johannes 7,38 versprochen hat), weil mein Geist offen ist und es dem Geist Gottes erlaubt, durch mein Leben zu fließen und die Menschen um mich herum zu berühren.

Genau so war es bei Jesus. Wir sind hier als Christen, um „kleine Christusse“ zu sein: Gesalbte, so wie er gesalbt wurde. Wir sind durch den Heiligen Geist gesalbt, um die Absichten Gottes zu erfüllen.

Du wirst sein wie ein wohlbewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, deren Wasser niemals versiegen (Jes 58,11).

Der Fluss des Lebens wird aus dem Inneren unseres Geistes heraus in unserem Leben sichtbar. Wir müssen unseren Geist aufbauen. Ich möchte dich ermutigen, so viel in Zungen zu beten, wie es dir möglich ist. Du kannst dabei sogar einer anderen Beschäftigung nachgehen, denn die linke Gehirnhälfte ist beim Beten in Zungen nicht aktiv. Beten in Zungen ist eine Aktivität der rechten Gehirnhälfte, also derselbe Bereich, in dem Visionen von innen nach außen, von unserem Geist auf die Leinwand unserer Vorstellungskraft projiziert werden können. So können wir die Dinge Gottes sehen, so können wir ihn sehen.

In Zungen zu beten ist der absolute Schlüssel zur Entwicklung all dessen. Es lohnt sich, es zu üben.

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22. Gebet um Verwandlung (Transformations-Erklärung)

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott  

Wenn du bereit bist

Nun bist du in dieser Lehrserie über die Vorbereitung deiner Bestimmung bis hierher gekommen, und es ist an der Zeit, einige Erklärungen zu machen. (Wenn du gerade erst auf diesen Blog gestoßen bist: Sei herzlich willkommen, es ist aber möglich, dass du zunächst ein wenig herumscrollen möchtest.)

Wenn es dir ernst damit ist, Gott dein Leben völlig in die Hände zu legen und ihm zu erlauben, dein Leben von innen heraus zu verändern, dann lass uns diese Erklärungen gemeinsam machen – und dem Heiligen Geist erlauben, uns zu zeigen, was in unserm Inneren vor sich geht, uns zu verwandeln und zu verändern.

Bitte bete diese Gebete und Erklärungen nur, wenn du dazu bereit bist. Ansonsten kann es passieren, dass Gott dich beim Wort nimmt und tatsächlich tut, was immer es braucht, um dich zu verwandeln. Wenn du nicht wirklich dazu bereit bist und daran mitarbeitest, kann es sein, dass es sich dann für dich so anfühlt, als ob du sehr heftig in die Mangel genommen würdest. Dann ist es besser, einfach nur drüberzulesen und zu warten, bis du tatsächlich von ganzem Herzen bereit bist. Bitte Gott nicht um Dinge, die du nicht wirklich haben möchtest – du könntest sie bekommen…

Sprich sie laut aus

Wenn du es aber ernst meinst, wenn du Veränderung wirklich herbeisehnst, ermutige ich dich, aufzustehen und diese Gebete laut auszusprechen. Worte tatsächlich auszusprechen hat die Kraft, sie in dir zur Wirkung kommen zu lassen. Ist dir das dort, wo du gerade bist, nicht möglich, hole es später nach.

Wir geben Gott Erlaubnis. Er wird hören, was du sagst und die Autorität annehmen, die du ihm über dein Leben gibst – und dann wird er beginnen zu handeln. Am Ende der Erklärungen steht ein Gebet für die Freisetzung der Aktivität von Engeln in deinem Leben: Seraphime mit Kohlen vom himmlischen Altar und die versammelnden Engel, die kommen werden, um Stolpersteine aus deinem Leben zu entfernen.

 Lass uns dies gemeinsam sprechen:

Vater, ich trete vor dich in deine Gegenwart.

Ich empfange deine Annahme und Liebe,
deine Barmherzigkeit, deine Gnade.
Ich stehe in dem Sieg, den du am Kreuz erkämpft hast:
vergeben, gerechtfertigt und gereinigt.
Danke, dass du mich in Gewänder der Gerechtigkeit kleidest,
so dass ich hier stehen darf als die Gerechtigkeit Gottes in Christus.

Vater, ich gebe dir die volle Erlaubnis,
an mir zu tun, was immer es braucht,
um mich zu verändern und in das Ebenbild Jesu zu verwandeln.

Ich gebe dir die volle Erlaubnis, alle Hindernisse aus mir zu entfernen.

Ich gebe dir die volle Erlaubnis, jedes Mittel anzuwenden,
das du für passend erachtest, um mich zu reinigen, zu läutern
und meinen ursprünglichen, ewigen Zustand wiederherzustellen.

Vater, ich entschließe mich, mich selbst zu verleugnen
und übergebe dir die Kontrolle über mein Leben.

Ich gebe dir mein Gewissen.
Ich tue Buße und sage mich los von allem,
was mein Gewissen beschädigt hat.
Ich bitte dich, dass du mein Gewissen reinigst und wiederherstellst.
Führe und schütze mich durch mein Gewissen
in wachsender Ehrfurcht und Furcht des Herrn.

Vater, ich entschließe mich, mich selbst zu verleugnen
und übergebe dir die Kontrolle über mein Leben.

Ich gebe dir meinen Verstand.
Ich tue Buße und sage mich los von Zweifel, Unglauben,
Rationalismus, Skeptizismus, Zynismus, Verleugnen von Wahrheit…
Ich bitte dich, mich zu reinigen
von jeglicher falschen Lehre, Philosophie, Doktrin, und Vorstellung.
Ich bitte dich,
dass du meinen Verstand erneuerst und wiederherstellst.
Benutze meinen Verstand,
um mich deine Gedanken und Wege verstehen zu lassen.

Vater, ich entschließe mich, mich selbst zu verleugnen
und übergebe dir die Kontrolle über mein Leben.

Ich gebe dir meine Vorstellungskraft.
Ich tue Buße und sage mich los
von jedem äußeren und inneren Bild, das mich beschmutzt hat.
Ich bitte dich, dass du jedes dieser Bilder
mit dem Blut Jesu ausradierst und entfernst.
Reinige meine Vorstellungskraft und stelle sie völlig wieder her.
Erneuere meine Träume, Visionen, meine Offenbarungen.

Vater, ich entschließe mich, mich selbst zu verleugnen
und übergebe dir die Kontrolle über mein Leben.

Ich gebe dir mein Herz, mein Unterbewusstsein.
Ich tue Buße und sage mich los
von allen Gedankenfestungen, negativen Glaubenssätzen, Werten,
inneren Schwüren, Festlegungen, Worten, Flüchen,
Doktrinen, Triggern, Schutz- und Abwehrmechanismen.
Ich bitte dich, dass du dich jeglicher negativen Erinnerung annimmst
und sie in das Licht deiner Wahrheit tauchst.
Reinige mein Herz, stelle es wieder her und programmiere es wieder
auf deine Werte, Wahrheit und meine Bestimmung hin.

Vater, ich entschließe mich, mich selbst zu verleugnen
und übergebe dir die Kontrolle über mein Leben.

Ich gebe dir meine Gefühle und Emotionen.
Ich tue Buße und widersage jeglicher Unvergebenheit, Bitterkeit,
Gefühlen von Minderwertigkeit, Ablehnung, Ohnmacht,
Druck, Überheblichkeit, jedem Zorn…
Ich bitte dich, dass du meine Gefühle und Emotionen reinigst und wiederherstellst.
Gebrauche sie, um mich dein Herz fühlen zu lassen
und mich durch Intuition zu leiten.

Vater, ich entschließe mich, mich selbst zu verleugnen
und übergebe dir die Kontrolle über mein Leben.

Ich gebe dir meinen Willen.
Ich tue Buße und sage mich los von aller Sünde, Rebellion,
Sturheit, Starrsinn, Kontrolle, Angst, Zweifel,
Unglaube, Unentschiedenheit, Lauheit…
Ich bitte dich, meinen Willen zu reinigen und Mut, Ausdauer,
Ausharren, Tapferkeit, Kühnheit und Eifer wiederherzustellen.
Gebrauche meinen Willen, um mich zu befähigen,
den deinen in Gehorsam und Anbetung zu tun.

Vater, ich entschließe mich, mich selbst zu verleugnen
und übergebe dir die Kontrolle über mein Leben.

Vater, ich gebe dir meinen Geist, meine Seele und meinen Körper.
Ich lege sie vorbehaltlos und bedingungslos in deine Hände
und bekenne, dass Jesus der Herr
all meiner Tore, meines ganzen Seins ist.
Ich bin bereit, deinen Willen zu tun
und deinen Bestimmungen und Absichten völlig zu folgen.
Offenbare deine Herrlichkeit und Gegenwart in und durch mein Leben.
Lass durch mich und um mich herum
die Autorität und Kraft deines Reiches sichtbar werden.

Vater, ich entscheide mich dazu, meiner ewigen Bestimmung zu folgen
– in Herrschaft, Königsherrschaft und Sohnschaft hinein.
Offenbare mich auf dieser Erde als ein Sohn des Lichts.
Ich entscheide mich dazu, die Werke Jesu zu tun
– und die größeren Werke.
Ich entscheide mich dazu,
als ein Botschafter die Herrschaft des Reiches Gottes auszuführen
– wie im Himmel so auf Erden.

Amen.


Vater, da wir nun diese Erklärungen gemacht haben, bete ich,

dass du die versammelnden Engel freisetzt,
damit sie in unserem Leben wirken
und alle Stolpersteine und Hindernisse entfernen,
um uns wiederherzustellen, zu heilen und unser Leben ganz zu machen.
Bring uns zurück in unsere ewige Bestimmung und Absicht.

Ich setze die Seraphim in unser Leben frei,
damit sie Kohlen vom himmlischen Altar bringen,
um unsere Lippen und unser Herz zu reinigen,
damit wir uns völlig in das Ebenbild Jesu einfügen.

Ich setze die Salbung deiner Gegenwart
über die nächsten Wochen und Monate frei,
um unser Leben zu verwandeln und uns in das Ebenbild Jesu zu verändern,
damit wir der Erde Jesus sein können,
das Reich Gottes wie im Himmel so auf Erden manifestierend.

Ich bete, dass wir uns jeden Tag als ein lebendiges Opfer hingeben
und dir Veränderung erlauben.
Wir sehen von jeglicher Anstrengung ab, uns selbst verändern zu wollen
und erlauben es statt dessen dir:
Verändere uns von innen heraus, während wir uns dir hingeben.

Vater, wir danken dir, dass du uns liebst
– du strafst nicht, sondern erziehst uns,
du ziehst uns in Veränderung hinein,
in die Person hinein, als die du uns gesehen und genannt hast von Ewigkeit an.

Wir segnen dich und danken dir in Jesu Namen

Amen.

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21. Gib es zu, gib es auf, gib es ab

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott

Jeder von uns hat eine Bestimmung, einen Plan und eine Aufgabe, die Gott von Anbeginn in und durch uns erfüllt sehen wollte. Wir haben die Wahl, Gott zu erlauben, uns zu verändern, um uns auf unsere Bestimmung vorzubereiten. Heute möchte ich noch einmal genauer auf die Tore unserer Seele eingehen.

Das Gewissen

Sünde und Rebellion lassen unser Gewissen abstumpfen, daher müssen wir bereit sein, Schwachstellen und sündhafte Muster in unserem Leben zuzugeben. Dazu gehören auch jene gängigen, gesellschaftlich akzeptierten Verhaltensweisen, die aber in Wahrheit weder gängig noch akzeptabel sind, weil Gott den Schaden sieht, den sie an uns verursachen.

Hierbei lässt Gott auch nicht mit sich diskutieren. Versuchen wir dies, verlieren wir nicht nur ein Wortgefecht, wir stehen zudem unserer eigenen Verwandlung im Weg. Ich habe gelernt, Dinge zu bekennen, sie zuzugeben, darüber Buße zu tun und mich von ihnen loszusagen. Buße hat hierbei nichts mit Reue oder Wiedergutmachung zu tun! Das griechische Wort metanoia  bedeutet ursprünglich eines Sinnes mit Gott zu sein. So bedeutet Buße tun, deinen Sinn zu ändern und über die Dinge so zu denken, wie Gott es tut.

Wenn Gott mir etwas zeigt, hat er immer Recht – es lohnt sich nicht zu feilschen. Er weiß genau, was Sache ist. Es gibt Schwachstellen und Bereiche der Sünde in meinem Leben, natürlich gibt es sie. Gott hat mir während dieses Prozesses Muster von Sünde gezeigt, die ich als meine anerkennen musste: Ja, genauso habe ich gehandelt. Und ich habe sie nicht bemerken können, ehe Gott sie mir nicht zeigte, ehe ich ihm nicht mein Herz geöffnet und ihn gebeten habe, mir zu zeigen, was in mir vorgeht. Erst dann war ich in der Lage, in diesem ursprünglichen Sinn Buße zu tun und mich loszusagen. Mein Gewissen wurde durch diesen Prozess erheblich geschärft. Ich habe das Blut Jesu auf diese Bereiche angewendet, habe Vergebung und Reinigung erfahren. Ich habe mich geweigert, Schuld, Scham und Verdammnis zu fühlen, denn diese Dinge kommen vom Feind. Jeder von uns muss verinnerlicht haben, dass er gerecht gemacht ist, dies ist Teil dessen, eines Sinnes mit Gott zu sein. Er hat mich gerecht gemacht und er nennt mich so! Dann kann Ehrfurcht durch das Tor des Gewissens fließen, und mich jeden Tag neu in meinem Handeln leiten und führen. Ist aber das Tor des Gewissens durch Sünde beschädigt, verbaut oder verunstaltet, muss es zunächst verwandelt werden.

Vernunft und Verstand

Rationalismus, Skeptizismus, Zynismus, Verleugnung, Übertragungen: Unser Verstand wird uns betrügen und versuchen, uns dahin zu bringen, anderen die Schuld für etwas zu geben, was wir eigentlich selbst in unserm Inneren bearbeiten müssten. Wir haben möglicherweise Begriffe, Ideen, Philosophien und Glaubenssätze in uns, die der Veränderung bedürfen, familiäre oder religiöse Geister, die in uns am Werk sind, oder Verhaltensmuster, die ungesunde Blüte treiben. Nimm es einfach an. Diskutiere nicht, gib auf. Gib Gott alles. Hör auf, für das Fleisch zu kämpfen, übergib dich statt dessen dem Geist. Es ist besser so. Indem wir dies tun, findet die Wahrheit des Wortes Gottes, mit dem er zu uns redet, in uns Anwendung. Der Sinn des Christus wird beginnen, uns zu durchfließen, die Gedanken Gottes durchdringen uns, Offenbarung und Glauben bahnen sich Weg.

Die Vorstellungskraft

Jeder von uns ist in seinem Leben mit einer Menge ungesunder Bilder konfrontiert worden. Derer müssen wir uns annehmen, weil sonst der Teufel sie wieder hervorholen wird, um unsere Vorstellungskraft zu verschmutzen. Wir wollen Offenbarungen, Bilder, Visitationen hier und in den Bereichen des Himmels sehen und werden möglicherweise daran gehindert, weil unsere Vorstellungskraft beschmutzt ist.

Fernsehen, Filme, Spiele, Zeitschriften, Bücher, Fantasien, ja sogar das Leben selbst: Alles, was wir Negatives gesehen haben, müssen wir loswerden. Auch hier habe ich alles als meins bekannt, was ich als Sünde identifizieren konnte, ich habe Buße getan, ihm entsagt und alles mit dem Blut Jesu übermalt. Keines dieser Bilder ist mir im Gedächtnis geblieben. Sie sind völlig verschwunden. Es ist, als hätte ich ein Archiv in mir mit vielen Ordnern, jeder beschriftet mit einem Index – wenn man aber den Ordner öffnet, dann ist nichts mehr darin. Ich kann mich an viele Dinge erinnern, die in meinem Leben geschehen sind, aber die Details oder dazugehörigen Bilder sind nun völlig verschwunden, gereinigt und aus meiner Erinnerung getilgt.

Wenn du also unter den Bildern deiner Vergangenheit leidest, setzte sie dem Blut Jesu aus und übermale sie, damit sie ausgetilgt werden. Wir können eine gereinigte Erinnerung und einen gesäuberten Bildschirm haben und dann Gottes Visionen, Träume und Offenbarungen in Fluss gebracht sehen.

Wir werden mit geöffneten und erleuchteten Augen des Herzens sehen: Fließen von Hoffnung, Fließen von Offenbarung, Visionen, Träumen, Visitationen in den geistlichen Bereichen – und all dies, weil unsere Vorstellungskraft gereinigt wurde. Wir können gereinigt werden. Wir müssen es Gott nur erlauben.

Das Unbewusste

Gleiches gilt für unser Unbewusstes. Jede Erinnerung, die ich hatte, alles, was an Worten, Schwüren und Flüchen ausgesprochen wurde, jeden wirksamen Trigger, alle Schutz- und Abwehrmechanismen: Ich habe sie als mein Eigen anerkannt, darüber Buße getan (mein Denken geändert), mich davon losgesagt. Sowie wir das Blut Jesu darauf anwenden, werden die Härte, die Steine und Wurzeln in diesem Stück unseres Herzensbodens bearbeitet. Infolge können wir dann einen Strom der offenbarenden Erkenntnis Gottes wahrnehmen, der im Fließen durch unser Unbewusstes genau die Dinge in uns bewegt und an die Oberfläche bringt, die auch Gott bewegen.

Die Emotionen

Was wir an Traumata, Verletzungen, Verrat und Missbrauch erlebt haben, beeinträchtigt unsere Emotionen; wir alle haben Enttäuschung, Schmerz und Ablehnung erlebt. Ebenso müssen wir zugeben, dass wir unsererseits Menschen verletzt haben. Wut, Rückzug oder Depression sind Erscheinungen, die aus ungeheilten Emotionen erwachsen. Wir tun gut daran, sie nicht länger unter den Teppich zu kehren.

Auch hier müssen wir anerkennen, was uns gehört, Buße tun, vergeben und loslassen, Buße darüber tun, was wir anderen an Verletzungen angetan haben und uns von all diesem lossagen. Dann kann Gottes Intuition durch unser Herz fließen und das in uns bewegen, was auch Gottes Herz bewegt.

Der Wille

Woimmer du stur, eigensinnig, kontrollierend oder rebellisch bist, musst du dies anerkennen.

Wo Angst, Zweifel, Unglauben, Unentschlossenheit in deinem Leben arbeiten, erkenne es an, tu Buße darüber und sage dich los davon. Nimm das Blut Jesu in diesen Prozess mit hinein, damit Gott in dir Geduld, Mut, Tapferkeit und Ausharren zu wirken beginnen kann. Nun kann Lobpreis und ein Gehorsam zu fließen beginnen, durch den wir die Wahrheiten Gottes jeden Tag neu ausleben können.

Mir ist klar, dass das sehr viel auf einmal ist. Ich möchte aber diese Prozesse hier einmal angesprochen haben und ermutige dich, die Grafik unserer Tore zu benutzen, um bestehende Blockaden Stück für Stück zu bearbeiten. Bitte Jesus, mit dir in jedem einzelnen Tor zu stehen und dir zu zeigen, was er sieht. Dies ist nicht immer ein schneller oder einfacher Prozess, aber er ist wirksam.

Erkenne an, was deins ist, tu Buße darüber, sage dich los davon. Es ist eine Haltung des Sichhingebens und der Bereitschaft, Gott arbeiten zu lassen.

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20. Unser Bedürfnis nach Gott

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott

Die aber Christus angehören, die haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln. (Gal 5,24.25)

Sünde

Sünde und alle Sünden, die wir begehen, sind ein Indikator unseres Bedürfnisses nach Gott.

Die ursprüngliche Sünde erwuchs daraus, dass wir – wie Adam und Eva im Garten – unsere wahre Identität aus dem Auge verloren haben. Einzelne Sünden hingegen sind Dinge, die wir tun, um auf eigene Faust unser Selbstbild zu verbessern, weil wir uns selber nicht so sehen können, wie Gott uns sieht. Wer etwa Probleme mit Lust hat, sehnt sich verzweifelt nach Innigkeit und Intimität – und es gibt keinen besseren Ort, nach Innigkeit und Liebe zu suchen, als bei Gott.

Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt im Fleisch lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat. (Gal 2,20)

Die Frage ist: Will ich Gott wiederlieben und mich ihm hingeben, damit er mich verändern, umwandeln, mich in sein Bild verwandeln kann, so dass ich hier auf Erden mehr und mehr wie Jesus werde? 

Ich habe damals in einem dreiwöchigen Marathon jedes Jahr meines Lebens durchgearbeitet und mich mit allen Blockaden in den diversen Bereichen meiner Seele beschäftigt. Nicht jeder kann und sollte dies in drei Wochen tun, wozu ich dich aber ermutige: Triff heute eine Entscheidung, dich mit den Dingen zu beschäftigen, die sich in deinem Leben angesammelt haben und erlaube Gott, dich zu verändern.

Verletzte Emotionen

Das Tor der ersten Liebe ist hier von großer Bedeutung. Wir alle haben durch unsere Eltern, Ehepartner, Familie, Freunde, Autoritätspersonen oder in Beziehungen Verletzungen unserer Emotionen davongetragen. Diese Verletzungen führen dazu, dass wir unser Vertrauen verlieren und in Folge ziehen wir unsere eigenen Schutzmauern hoch. Wenn wir nun Gott nahe an uns heranlassen wollen, stellen diese Schutzmauern ein Hindernis dar. Oft haben wir Angst loszulassen und Gott die Kontrolle zu übergeben. Mit solchen Hindernissen müssen wir umgehen lernen.

Ungestillte Bedürfnisse werden das Begehren und die Motive meiner Seele beeinflussen. Ungeheilte Verletzungen werden sich auf das Begehren und die Motive meiner Emotionen auswirken. Ebenso wie die unangegangenen Probleme unseres Lebens unsere Vertrauensfähigkeit beeinträchtigen werden. Es bleibt uns letztlich nichts anderes übrig, als uns Gott hinzugeben und ihm erlauben zu tun, was nur er tun kann. Und so mit ihm gemeinsam unsere Baustellen anzugehen: Menschen vergeben, die uns enttäuscht und verraten haben, Buße zu tun und uns trennen von allem, was wir aus uns selber heraus getan haben, um unsere Bedürfnisse zu stillen und uns zu schützen.

Gott wird unsere Bedürfnisse stillen

Jeder von uns ist angewiesen auf Annahme, Liebe und Zuneigung, auf Bestätigung unserer Bedeutung und unseres Wertes. Diese Bedürfnisse hat Gott eigenhändig in uns hineingelegt und er möchte sie durch sich selbst in uns stillen. Er möchte uns davor bewahren, diese Bedürfnisse selber und im Fleisch zu befriedigen – jeder von uns tut jedoch zunächst genau dies, wurde in Folge beschädigt und muss nun verwandelt werden und sich von der Liebe Gottes finden lassen.

Gewissen, Vorstellungskraft, Verstand, Unbewusstes, Emotionen, Entscheidung und Wille: Ich bin durch alle diese Bereiche gegangen, um die Blockaden und Hindernisse zu beseitigen, die verhindert haben, dass Gott durch mich hindurchfließt und durch mein Leben wirksam wird. Ist das von der Theorie her kompliziert und schwierig? Nein, es ist eine einfache Entscheidung: Möchte ich Gottes Gegenwart und Kraft wirklich? Möchte ich tatsächlich, dass sich das Himmelreich durch mich offenbart? Oder bin ich nicht doch letztendlich zufrieden damit, so zu leben, wie ich immer gelebt habe?

Gott wird handeln, die Wahl aber ist mein.

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19. Tore der Seele

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott

Wir haben uns die Tore unseres Geistes angeschaut, durch die Gott von innen nach außen fließen möchte. Nun wollen wir die Tore der Seele betrachten.

Die Tore der Seele

Die Tore der Seele sind: unser Gewissen, unsere Vernunft/Verstand, unsere Vorstellungskraft, unser Sinn, unsere Emotionen, unsere Fähigkeit zu Entscheidung/Wahl und unser Wille.

Das Gewissen

Das Gewissen ist das Ohr unseres Herzens. Es ist unser Beschützer, Leiter, Wächter und Führer. Es hält uns fern von Falschem und leitet uns zu Gutem. Leider kann das Gewissen abstumpfen oder verdorren, wenn wir es wiederholt der Sünde aussetzen (Tit 1,15). Wir müssen es also rein, klar und scharf halten.

Vernunft/Verstand

Dieses Seelentor spricht nicht davon, dass wir etwas intellektuell erörtern. Es geht vielmehr um die Fähigkeit, zu übersetzen und interpretieren, was Gott zu uns spricht (ob er durch die Schrift oder auf anderem Wege mit uns kommuniziert).

Die Vorstellungskraft

Sie ist das Auge unseres Herzens. Es ist unabdingbar, dass wir unsere Vorstellungskraft trainieren und entwickeln.

Unsere westliche Kultur mit ihrem Schulsystem hat uns gründlich abtrainiert, Vorstellungskraft wertzuschätzen und zu gebrauchen. Dabei ist sie uns von Gott gegeben, damit wir sehen können, was er tut. Sie ist uns gegeben, damit wir auf dem Bildschirm unserer Vorstellungskraft Visionen, Träume und die himmlischen Bereiche sehen können. Wir müssen lernen, unsere Vorstellungskraft wieder zu benutzen und zu trainieren, damit sie wachsen und sich entwickeln kann.

Der Sinn

In unserem Sinn, in den bewussten und unbewussten Bereichen, befinden sich die Speicherprogramme.

Hier liegen unsere Erinnerungen, Dinge, die Gott zu uns gesprochen hat, unsere Glaubenssysteme und Weltanschauungen. Der Sinn ähnelt als ein allgemeiner Speicherplatz der Festplatte eines Computers. Das Unterbewusstsein, unser Herz, befindet sich irgendwo zwischen unserem Geist und unserem Bewusstsein. Hier gründen Erinnerungen, Glaubenssätze, Werte, Lügen, Wahrheiten, Denkweisen und Haltungen. Jesus nannte es den (Acker-)Boden und allerlei Samen kann hier eingesät werden.

Das Unterbewusstsein wird durch die Natur unserer ererbten DNA geprägt, die Abwehr- und Bewältigungsmechanismen ausbildet. Unsere Erziehung hat ebenfalls ihren Einfluss: All die Erfahrungen, die wir als Heranwachsende und Lernende gemacht haben, prägen unsere Entscheidungen und unser Handeln. Ebenso Traumata: Ereignisse, die uns überfordern, zu inneren Schwüren verleiten und so unsere nachfolgenden Entscheidungen bestimmen. Unsere Verhaltensmuster erwachsen aus dem, was wir glauben. All diese Aspekte treten in Beziehung zu den familiären Geistern, die unserem Leben anhaften. Sie kennen uns, belügen uns und versuchen uns dazu zu bringen, aus einem verzerrten Glaubenssystem heraus zu handeln.

All diese Dinge in unserem Inneren werden als unser Denken nach außen hin offenbar. Unsere Reaktionen, Einstellungen, Angst, Sorge, unser Erwidern: all dies kommt aus unserem Inneren und offenbart sich in unserem Sinn, unserer Denkweise, unserer Gesinnung.

Offenbarung (aus der Schrift, aus himmlischen oder irdischen Erfahrungen oder vom Heiligen Geist) vermag unseren Sinn zu ändern. Wir haben nun die Gelegenheit, uns Gott hinzugeben, damit er sich um die familiären Geister kümmern kann, die uns fortwährend belügen. Nun können unsere Verhaltensmuster aus der Offenbarung der Wahrheit selbst kommen, insbesondere der Wahrheit darüber, wer wir sind. Unser Denken und Sinnen sind gegründet in der Wahrheit unserer Identität: wer wir in Gottes Augen sind. Unsere Einstellungen, Ideen, die Gedanken, die aus unserem Geist in unseren Sinn fließen, tun dies von innen heraus.

Wenn wir uns hingegen verweigern, all diesen Dingen in uns zu begegnen, werden wir fortlaufend getriggert werden, in einer bestimmten Art und Weise zu reagieren, ohne dass wir viel Einfluss darauf nehmen können. Wir müssen Gott erlauben, uns von innen heraus zu verändern.

Emotionen

Unsere Seele hat Emotionen, diese machen sich bemerkbar wenn wir mit etwas resonieren, Gefühle haben, wenn wir bewegt sind, wenn unser Bauchgefühl redet. Emotionen haben Einfluss auf unsere Selbstachtung, unseren Wert, ob wir uns geliebt, sicher, angenommen und wertgeschätzt fühlen.

Wir alle haben unerfüllte Bedürfnisse. Als Kind oder später in Partnerschaften haben wir nicht alles erhalten, was wir an Liebe, Sicherheit, Angenommensein, Ermutigung etc. benötigt hätten. Dieser erlebte Mangel, dieses tiefe Gefühl von Unsicherheit und Ablehnung mündet in geringem Selbstwertgefühl, sich ständig wiederholenden Enttäuschungen im Leben und (co-)abhängigen Beziehungsmustern.

Weil wir uns nicht in einer tragfähigen Beziehung mit Gott befinden, versuchen wir auf diese Weise, die Bedürfnisse, die wir haben, zu stillen – und die doch nur Gott allein in der Tiefe zu erfüllen vermag. Wir haben die Welt angesehen und sind verwundet worden. Wir erfahren Schuld und Scham, haben viele ungeheilte Verletzungen davongetragen, wo Menschen uns verlassen und verletzt haben. Da wir noch nicht gelernt haben, diesen Menschen zu vergeben und sie loszulassen, nähren wir Wut, Groll und Bitterkeit – ebenfalls Emotionen.

Wenn wir es zulassen, werden diese Emotionen unser Leben tiefgreifend bestimmen. Also müssen wir sie uns vornehmen, denn sie beeinflussen unser Denken und triggern dabei unentwegt unsere Reaktionen. Die Art, wie wir uns verhalten, passiert nicht einfach so. Unser Verhalten erwächst aus dem, was sich in unserem Inneren befindet und Gott möchte, dass wir aus Vergebung heraus handeln, nicht aus Angst, Groll und Unvergebenheit. Er möchte uns wiederhergestellt, verändert und erneuert sehen, so dass die Festungen von Schmerz und Verletzung in uns fallen können.

Der Wille

Des Weiteren haben wir einen Willen. Sündigen wir willentlich aus Sturheit oder Rebellion, resultieren daraus Unglaube, Entscheidungsunfähigkeit, Kontrollsucht, Zweifel, Furcht. Nehmen wir uns dieser Dinge an, möchte Gott sie durch Demut, Vertrauen, Mut, Tapferkeit, Ausdauer, Beharrlichkeit, Entschlossenheit und Selbstbeherrschung als Frucht des Geistes ersetzen. Dies alles kann geschehen, wenn wir Gott erlauben, unser Leben von innen nach außen zu verändern.

Es ist wirklich bedeutsam für uns zu verstehen, was in uns vor sich geht und wie wir funktionieren. Manchmal wird gelehrt, Schicht für Schicht zu entblättern, um herauszufinden, wie es in unserem Inneren aussieht. Das ist in Ordnung, solange wir nicht versuchen, unser Inneres von dieser äußeren Warte aus zu ändern. Denn sobald wir dies versuchen, begeben wir uns in einen Kampf, den wir letztlich verlieren werden.

Das Problem wird größer, wenn wir es betrachten. Es wird erst dann kleiner, wenn wir auf die Lösung schauen. In Jesus ist nichts unmöglich. Und nichts wird Gott davon abhalten, das zu tun, was not-wendig ist, wenn wir uns ihm hingeben.

Die Wahl/Entscheidung

Schließlich haben wir das Tor der Entscheidung. Denn selbst wenn wir alles beseitigt haben, das uns daran hindert, uns Gott auszuliefern und unserem Geist die Vorherrschaft zu überlassen, müssen wir täglich eine bewusste Entscheidung treffen, dies auch zu tun. Wozu wir uns entscheiden werden, ist die Frage, auf die letztlich alles hinausläuft.

Lass uns mit Ausdauer diesen Zustand anstreben, in dem Leben Gottes durch alle diese Tore hindurchströmt. Hier und jetzt ist dies bei den meisten Toren noch nicht der Fall. Wir können uns nicht selber ändern. Wir sind darauf angewiesen, Gott in diese Tore einzuladen und ihm die Veränderung zu überlassen.

Es wäre sowohl für uns als auch für die Menschen um uns herum sogar gefährlich, wenn die Herrlichkeit Gottes sich durch uns offenbaren würde, solange wir uns in einem ungeheil(ig)ten Zustand befinden. Gott wird daher eine völlige Offenbarung seiner Gegenwart aus uns heraus solange nicht zulassen, bis es ein geheiligtes Leben gibt, durch das diese Gegenwart hindurchfließen kann.

Und genau dies ist sein Wunsch: Seine Gegenwart durch uns zu offenbaren.

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18. Die Tore ausrichten

Mike Parsons
und Jeremy Westcott – 

Wie wir gesehen haben, wohnt Gott in unserem Inneren, von wo aus wir ihm erlauben wollen, unser ganzes Sein mit seiner Herrlichkeit durchströmen zu lassen, damit wir unsererseits überströmen und die Welt um uns herum verändern.

Im letzten Post haben wir die Tore des Geistes betrachtet, durch die Gott fließen möchte. Im nächsten Post werden wir uns die Tore der Seele ansehen, aber der heutige Post ist ein bisschen ungewöhnlich…

Eins der Dinge, die wir hier in der Freedom Church besonders hilfreich finden, ist: Uns eine drehbare Version des Tore-Diagrammes von Ian Clayton aus Pappe zu basteln. Wir können dann durch Drehen der einzelnen Ebenen verschiedene Kombinationen von Toren genauer betrachten und Jesus bitten, mit uns gemeinsam in den Toren zu stehen, um uns zu zeigen, wie der Fluss des Lebens durch diese spezielle Torkombination fließen soll.

Um eine solche drehbare Version zu basteln, brauchst du vier Kopien des Tore-Diagramms.

Diese druckst oder klebst du auf dünne Pappe und schneidest sie so aus, dass du vier unterschiedlich große Kreise erhältst, einen für jede Ebene. Stich ein Loch durch das Zentrum der Kreise und lege sie übereinander, der größte zuunterst. Befestige sie mit einer Musterbeutelklammer (die, mit denen man Postsendungen verschließt).

Im Header dieses Posts siehst du, wie die Drehscheibe letztendlich aussehen wird. Verschiebe die einzelnen Scheiben gegeneinander, um jede beliebige Kombination zu visualisieren, während du sie durcharbeitest.

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17. Tore des Geistes

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott – 

Diese Illustration basiert auf einem Diagramm von Ian Clayton (sonofthunder.org)

Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. (Joh 7,38)

Gott ist gekommen, um in unserem tiefsten Inneren zu wohnen. Wir wollen ihm nun erlauben, durch uns hindurch und aus uns heraus zu fließen, um sowohl uns als auch die Welt um uns herum zu verändern. Sowie wir das Tor der ersten Liebe öffnen, erlauben wir ihm, unser ganzes Sein zu durchfluten.

An diesem Punkt begegnen wir möglicherweise ersten Blockaden. Betrachten wir im Geiste unser Tor der ersten Liebe, so sehen wir es vielleicht blockiert, geschlossen, verriegelt, zugekettet. Dies ist jedoch nur eine Projektion unserer Seele. Unsere eigenen Erfahrungen mit erster Liebe mögen uns zwar veranlasst haben, unseren Zugang zu Nähe zu vermauern, dennoch haben wir die Möglichkeit, diese Mauern auch wieder zu entfernen. Wir können das Tor der ersten Liebe von Ketten und Riegeln befreien, es aufschließen und öffnen. Der Feind hat keinen Zutritt zu unserem Geist. Jesus aber klopft an die Tür, um in unser Leben gelassen zu werden.

Öffnen wir dieses Tor der ersten Liebe, fließt der Strom hinaus in unseren Geist. In unserem Inneren übergeben wir uns der Gegenwart Gottes. (Durchschreiten wir hingegen unsererseits das Tor der ersten Liebe in der anderen Richtung, so wird es zu einem himmlischen Tor: Unser Zugang zum Himmel, in die himmlischen Bereiche und zum Fluss des Lebens bis zu seiner Quelle.)

Unser Geist hat verschiedene Sinne oder Arten der Handlung (Ehrfurcht, Glaube, Hoffnung, Anbetung, Offenbarung, Intuition, Gottesfurcht, Gebet). Aktivieren wir diese, kann Gottes Herrlichkeit hindurchfließen und der Heilige Geist durch diese Sinnes-Tore des Geistes in unsere Seele hineinkommen. Einige der Tore haben mit Gemeinschaft zu tun. Die Gegenwart Gottes in uns: Mehr und mehr zu erfahren, wer er ist. Lernen, ihn zu erkennen, um mit ihm Gemeinschaft zu haben und ihm vertrauen zu können. Andere Tore sind offenbarender Art: wo Gott sich durch uns erfahrbar macht, wo wir Aspekte seines Reiches sehen können, wo wir seine Stimme tragen, wo wir erfahren, was er tut , wo er uns Visionen und Träume als Offenbarung darüber gibt, was er tun möchte. Ohne Gemeinschaft kann Offenbarung jedoch nicht wirklich funktionieren.

Gottesfurcht

Wir müssen verstehen, dass der allwahrnehmende, allwissende, allgegenwärtige Gott in uns ist. Das ist eine große Sache. Gott, der das Universum und alles darin erschuf, hat sich entschlossen, in uns zu wohnen. Wir werden zur Wohnstätte Gottes und nun ist es an uns, diesen Ort für ihn vorzubereiten. Das allverzehrende Feuer Gottes ist in uns.

Gottesfurcht ist nicht dasselbe wie Angst. Wenn ich Gottes Liebe kenne, brauche ich keine Angst vor ihm zu haben. Dennoch ist es etwas sehr Großes, ihn in uns wohnen zu haben, und er möchte dass wir dies in ganzem Ausmaß verstehen.

Ehrfurcht

Gott ehren und achten. Wir werden nichts tun, was seinen Namen verunehrt oder in Verruf bringt. Unser Wunsch ist, ihm Ehre zu bringen.

Gebet

Gebet bedeutet nicht, auf die Knie zu gehen, die Hände zu falten und hinterher Amen zu sagen. Gebet ist eine Kommunikation in zwei Richtungen, wo der Geist Gottes, der Sinn Christi und das Herz des Vaters in Beziehung durch uns hindurchfließen. Das ist der Grund, warum Sprachengebet so wichtig ist, denn hier betet, kommuniziert unser Geist mit Gott. Und wir können uns antrainieren, ohne Unterlass in Sprachen zu beten, selbst wenn wir auf anderes fokussiert sind.

Hoffnung

Durch diesen Sinn können wir Visionen, Träume und Möglichkeiten sehen, in denen Gott uns seinen Willen zeigt.

Glauben

Harmonie, Eintracht, Verstehen, Wissen: Wir kommen in Übereinstimmung mit Gott. Wir beginnen, in den Gaben des Geistes zu handeln, in der Kraft des uns durchströmenden Gottes.

Offenbarung

Inspiration, Licht, Rat, Weisheit.

Diese Sinne bedürfen der Aktivierung, sie schalten sich nicht einfach automatisch an. Wir müssen hungrig und durstig sein, Verlangen nach ihnen haben.

Intuition

Bauchgefühl, Instinkt, Urwissen, der Heilige Geist zeigt uns das Herz des Vaters.

Himmlisches Tor

Zurück durch das Tor der ersten Liebe. Unsere Verbindung mit den Bereichen des Himmels, ein Bewusstsein darüber, was im Himmel geschieht.

Alle diese Tore sind wertvoll und wichtig, aber selbst wenn sie alle weit geöffnet sind und funktionieren, so bedeuten sie doch nichts ohne dieses weitere:

Anbetung

Anbetung bedeutet nicht, Lieder zu singen. Anbetung ist eine Haltung des vollständigen Gehorsams Gott gegenüber. Eine Haltung der tiefen Hingabe und völligen Unterordnung unter den Willen Gottes für unser Leben – täglich neu. Alles, was in uns fließt, wird uns dahin führen zu sagen: Gott, ich möchte mich dir hingeben. Dies ist es, was er möchte, wonach er sich sehnt.

Von innen heraus

Angesichts einer solchen Aufgabe wie dem Erkunden, Reinigen und Öffnen unserer Tore haben wir in der Vergangenheit oft einen Weg von außen nach innen gewählt und dabei durch Gebet um die Beseitigung von Blockaden oder durch die traditionellen Dienste lediglich die äußeren Schichten der Probleme abgeschält.

Dies ist eine Herangehensweise von außen nach innen, wir aber wollen dem Fluss Gottes erlauben, von innen nach außen zu arbeiten.

Ich möchte dich ermutigen, Jesus in deinem Inneren zu begegnen und mit ihm gemeinsam in jedem Tor zu stehen. Arbeite dich nacheinander durch die Tore durch, nimm dir z.B. ein Tor pro Tag vor. Löse dich von dem Gedanken zu wissen, was die Namen der Tore tatsächlich bedeuten. Lass dir vielmehr von Jesus zeigen, was sie  für dich bedeuten. Die meisten Blockaden werden von außen gekommen sein. Frag ihn, was diese sind. Bitte Jesus, dir beizustehen und dir zu helfen, Blockaden von innen her zu beseitigen, damit die Herrlichkeit Gottes durch die Tore fließen kann.

Es geht viel darum, Gott zu fühlen, wahrzunehmen, zu erspüren, dies ist eine ganz andere Herangehensweise, jedoch ist sie unserer Erfahrung nach sehr viel wirksamer und effektiver.

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16. Von innen heraus

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott – 

Ich habe ja schon darüber geschrieben, wie Gott mir vier Begriffe gab: Investitur, Thronfolge, Inthronisation, Krönung. Du wirst feststellen, dass es, sobald du mit Autorität bekleidet bist, einer gewissen Abfolge bedarf, ehe es zu einer Thronbesteigung kommt.

Sind wir mit der Kraft des Reiches bekleidet, müssen wir zunächst die Dinge entthronen, die unser Leben regieren: Unser Ich, unsere Seele, unser Selbst. Möchte ich das Reich Gottes durch mein Leben fließen sehen, gibt es keinen Platz auf dem Thron für mein Ich. Es würde nur im Weg sein, behindern und blockieren: Mein Ich muss entthront werden.

Die Erbanlagen, die mich aus vergangenen Generationen heraus programmiert haben, bedürfen der Wiederherstellung und Erneuerung. Prägungen durch meine Umwelt, durch Erziehung und Umfeld, müssen zurückgesetzt und erneuert werden. Prägungen durch Traumata, also Programmierungen durch Verletzungen, die nun mein Verhalten bestimmen, müssen neu programmiert werden. Ich bedarf der Verwandlung, damit mein ursprünglicher, ewiger Zustand wiederhergestellt werden kann. Und Gott will dies nicht nur in der Ewigkeit, sondern bereits im Bereich meines Erdenlebens geschehen sehen – denn das, was hier geschieht, wird bestimmen, was ich in der Ewigkeit nach der Zeit tue.

Folgendes Bild beschreibt, wie wir im Reich Gottes operieren können (Ian Clayton sah auf einer Rolle, die er aus dem Himmel empfing, etwas Vergleichbares, die Ursprünge dieser Grafik gehen aber mindestens bis 1919 zurück).

Am Anfang steht die Herrlichkeit Gottes, seine Gegenwart in unserem Inneren. In unserem Geist nehmen Vater, Sohn und Geist Wohnung, wie Jesus es versprochen hat. Sie wollen den Regierungssitz in unserem Leben einnehmen. Sowie wir die innere Tür der ersten Liebe öffnen, fließt die Herrlichkeit Gottes in unseren Geist und entwickelt unsere geistlichen Sinne. Daraufhin fließt die Herrlichkeit durch unsere Seele und verwandelt diese. Schließlich fließt Gottes Herrlichkeit als eine Manifestation unserer Verwandlung aus unserem Körper heraus – und das Licht seiner Herrlichkeit leuchtet durch uns.

Siehst du, dass der Fluss stets von innen heraus kommt? Alles im Reich geschieht von innen heraus. Wenn wir versuchen, uns von außen her zu verändern, kommen wir nicht weit. Wenn wir aber lernen, uns in unserem Innersten der Gegenwart Gottes zu ergeben, kann ebendiese Gegenwart durch unser ganzes Sein strömen und uns verändern.

Wir beginnen, indem wir das Tor der Ersten Liebe öffnen. An dieses Tor klopft Jesus in Offb 3,20. Er sehnt sich danach, dass wir seine Nähe genießen und möchte Zutritt zu unserem ganzen Leben, Geist, Seele und Leib. Der Türgriff ist hierbei auf unserer Seite.

Dies ist eine animierte Version der obigen Grafik, erstellt von Adam Butterick für Son of Thunder.

https://vimeo.com/59874626

In den nächsten Posts werden wir uns diese Grafik genauer ansehen. Die Tore, die sich zwischen den Bereichen unseres Lebens befinden, sind blockiert worden, oft durch Dinge, die von außen hereingekommen sind.

Was wir gesehen, gerochen, gehört, geschmeckt und getastet haben, hat unsere Seele beeinflusst. Der Versuch, diese Prägung durch Dinge zu verändern, die wir im Außen sehen, riechen hören, schmecken und tasten, wird vergeblich sein und nur die Tätigkeit des Selbst stärken.

Erlauben wir jedoch dem Geist Gottes, durch uns hindurchzufließen, so erlauben wir seiner Gegenwart, uns zu verändern und zu verwandeln – Wenn wir versuchen, uns von außen her zu verändern, kommen wir nicht weit. Wenn wir aber lernen, uns in unserem Innersten der Gegenwart Gottes zu ergeben, kann ebendiese Gegenwart durch unser ganzes Sein strömen und uns verändern..

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15. Der Regierungssitz

15. Der Regierungssitz

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott  

Mitten unter uns

Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter (oder innerhalb von) euch. (Lk 17,21)

Wenn das Reich mitten unter oder innerhalb von uns ist, was ist dann außerdem noch dort?

Unser eigener Geist
Vater, Sohn und Heiliger Geist
Das Reich Gottes – Gottes Regierungssitz des Himmels
Unser Herz – unser Unterbewusstsein
Der Garten (engl. Artikel) unseres Herzens, in dem wir Gott begegnen können
Flüsse (engl. Artikel), die vom Himmel her durch unseren Geist und unseren Garten in die Welt um uns herum fließen
Die Schriftrolle unserer Bestimmung in unserem Herzen

Es gibt also eine ganze Reihe von Bereichen in uns. Um mit ihnen arbeiten zu können, müssen wir lernen, mit ihnen in Kontakt zu treten und verstehen, wie sie in uns operieren.

Folgende Skizze zeigt all die Bereiche, die mitten unter uns sind.

Wie du sehen kannst, ist in unserem Herzen eine Schriftrolle. Unser Herz ist unser Unterbewusstsein. Der Thron ist Gottes Regierungssitz in uns.

Wo befindet sich unser Geist? In einem Gespräch mit Ian Clayton, begann Gott mit mir darüber zu reden. Unser Geistmensch lebt innerhalb der Bindegewebsschichten, die sich über das Gehirn und die Wirbelsäule ziehen, den Hirn- bzw. Rückenmarkshäuten. Das zwischen den Häuten fließende Nervenwasser ist dabei nicht mit dem Blutkreislauf verbunden. Dies ist wichtig, denn unser Blut trägt nicht nur die Niederschrift unserer DNA sondern auch die vergangener Generationen – und muss daher geläutert, gereinigt und verändert werden. Somit ist unser Geist nicht direkt, sondern nur indirekt über unser Herz mit unserem Blut verbunden.

In Offenbarung 3,20 spricht Jesus von einer Tür in unserem Geist. Vater, Sohn und Heiliger Geist wohnen innerhalb unseres Geistes, wir aber müssen sie herauslassen. Gott wird sich uns nicht aufzwingen. Jeden Tag neu müssen wir Gott diese Tür öffnen und ihn in unseren Geist herauslassen. Unser Geist ist mitten unter uns, in unserem Inneren und ist verbunden mit dem Regierungssitz in unserem Leben.

Der Regierungssitz

Am Anfang unserer Beziehung zu Gott laden wir ihn ein, hereinzukommen und uns zu erfüllen, woraufhin er den Regierungssitz in unserem Leben einnimmt. In dem Maß, in dem wir dann wachsen und reifen, gestattet er uns mehr und mehr Zugang zu diesem Regierungssitz. Das Himmelreich ist sowohl mitten unter uns in unserem Inneren, als auch in den himmlischen Bereichen, dies bedeutet, dass wir auch dort in Autorität gesetzt sind: Wir sind mitgesetzt mit ihm in die himmlischen Regionen.

Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm. (1.Kor 6,17)

Je umfassender wir ihm unser Leben geben und je mehr wir in sein Ebenbild verwandelt werden, desto mehr wird es zu unserer Wirklichkeit, ein Geist mit ihm zu sein. Wir beginnen, zusammen zu herrschen. Und genau darum geht es im Reich Gottes: zusammen zu herrschen.

Dieser Sitz ist mitten unter uns in unserem Inneren, sowie wir die Tür öffnen, kommt Gott und nimmt darauf Platz. Dann können wir ihn einladen, in unser Herz zu kommen, eine Formulierung, die Menschen oft in Übergabegebeten benutzen. Wenn er aber in unser Herz kommt, dann um uns zu verändern und zu verwandeln.

Die DNA Gottes

Er kommt in unser Herz und beginnt es samt dem enthaltenen Blut mit der DNA Gottes  umzuprogrammieren. Aus diesem Grund nehmen wir das Abendmahl: um mit der DNA Gottes umprogrammiert zu werden, um durch das Leben Gottes in uns verwandelt zu werden. Diese Verwandlung nimmt ihren Weg durch die Blutbahn zu unserem Gehirn, wo dann unser Denken verändert und unsere Gedanken erneuert werden.

Das Blut zirkuliert, es wandert durch den gesamten Körper zum Herzen zurück. In unserem physischen Körper nimmt es dabei seinen Weg über die Lungen und wird mit Sauerstoff angereichert. Im geistlichen Sinne ist unser Herz darauf angewiesen, Leben aus unserem Geist zu empfangen, es mit seiner verwandelnden Kraft im Körper zirkulieren zu lassen, um dann wieder zum Geist zurückzukehren und erneut Leben zu empfangen. Genau dies tut das Herz.

Sowie wir unseren Regierungssitz eingenommen haben und mit Gott herrschen, wird das Reich der Himmel um uns herum sichtbar. Ströme des lebendigen Wassers, der Salbung und Kraft beginnen aus uns herauszufließen. Wir lernen, in seinen Wegen zu wandeln, seine Gebote zu halten – und regieren.

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14. Den Geist stärken

Mike Parsons
mit Jeremy Westcott

Gott möchte uns an denselben Ort der Beziehung und Verantwortung führen, zu dem Adam hingereift wäre, hätte er nicht gesündigt.

Damit dies passieren kann, müssen wir unseren Geist stärken. Ist unser Geist nicht erstarkt, wird es uns nicht möglich sein, die Seele zu überwinden und zu entthronen.

Wir sind als Geist, Seele und Leib geschaffen – mit dem Geist als Leitung. Da aber unser Geist tot und unempfänglich für Gott war, hat sich unsere Seele daran gewöhnt, ihren eigenen Weg durchzusetzen. Sobald mit unserer Wiedergeburt unser Geist zum Leben erwacht, muss sich dies ändern. Die Seele muss sich dem Geist unterwerfen, tut dies allerdings nicht freiwillig.

Wie wir unseren Geist stärken

Es gibt Dinge, die wir tun können, um unseren Geist zu stärken, hier sind einige davon (wir werden in einem späteren Post genauer darauf eingehen):

  1. Gib Gott oberste Priorität, erste Liebe, erste Stelle.
  2. Bete und singe in Zungen.
  3. Sei still vor dem Herrn und warte auf ihn.
  4. Meditiere das Wort Gottes.
  5. Lobpreis und Anbetung, Soaking (dt. Durchtränktwerden) in Gottes Gegenwart
  6. Komm zu Gott und bitte ihn, deinen Geist zu stärken. Oft haben wir nicht, weil wir nicht bitten (Jak 4,2).
  7. Bekenne Dinge und rufe sie in Existenz. Fordere deinen Geist auf hervorzutreten. Sprich es aus.
  8. Halte durch. Du erbaust deinen Geist nicht an einem Tag.

Wenn du im Natürlichen leistungsfähig werden und Muskeln aufbauen willst, gehst du ins Fitness-Studio und trainierst Mal für Mal, Woche für Woche. Das gleiche gilt für den Geist. Dein Geist wird durch Übung stärker, geistliche Übungen trainieren deinen Geist und rüsten ihn aus, mit Gott in Verbindung zu treten, sich in Offenbarung zu bewegen und in deinem Leben zu herrschen. Halte nur durch!

Verlangen, Disziplin, Genuss

Wenn wir das Training aufgeben, so tun wir das normalerweise, weil uns die erforderliche Disziplin nicht behagt. Disziplin an sich ist nicht besonders angenehm. Wie gerne hätte ich einen Sixpack und den Körper eines Mr. Universe – und bringe doch nicht die Disziplin auf, mich reinzuhängen und dafür zu trainieren. Es würde tatsächlich viel Training brauchen, und mein Wunsch ist nicht so groß, dass ich genügend Disziplin aufbrächte, ihn erfüllt zu sehen.

Was ich aber unbedingt haben möchte, ist ein starker Geist, und bin ich bereit, alles Nötige zu tun, um dafür zu trainieren. Ich verbringe jeden Tag viele Stunden damit, meinen Geist zu stärken. Ich übe ihn darin, Worte Gottes herauszuhören und erbaue meine geistlichen Sinne, bis ich sie flüssig benutzen kann. Dasselbe kannst du auch tun. Es ist eigentlich ist nichts darunter, was du nicht schon könntest. Es braucht nur Übung und Ausdauer.

Es beginnt mit einem Verlangen, erfordert Disziplin und wird schließlich zum Genuss.

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